Razzia gegen rockerähnliche Gruppierung in fünf Bundesländern

Seniorin täuscht Handtaschenraub vor

Mit einer Großrazzia in fünf Bundesländern sind mehr als 350 Polizisten am Dienstag gegen die Mitglieder einer sogenannten rockerähnlichen Gruppierung vorgegangen. Die Durchsuchungen in Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stünden im Zusammenhang mit Ermittlungen wegen Geldwäsche, Erpressung und anderen Delikten, erklärten das hessische Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft Darmstadt.

Im Fokus der Ermittler standen demnach zwei Firmen und zehn Verdächtige im Alter von 29 bis 56 Jahren. Durchsucht wurden insgesamt 17 Objekte, etwa die Hälfte davon in Hessen.

Die Beamten beschlagnahmten mögliche Beweismittel in Form von Unternehmensunterlagen und Datenträgern. Zudem fanden sie kleinere Mengen Drogen und zogen 125.000 Euro Bargeld ein.

Rockerähnliche Gruppierungen ähneln in Auftreten und Struktur Rockerorganisationen wie den Hells Angels, die ebenfalls im Bereich der organisierten Kriminalität aktiv sind. Motorräder spielen bei ihnen allerdings keine Rolle. Sie firmieren etwa als Boxvereine.

An den Durchsuchungen waren nach Angaben der Polizei unter anderem Spezialeinsatzkräfte beteiligt, Zwischenfälle gab es nicht. Die Ermittlungen gegen die Verdächtigen laufen unter anderem auch wegen des Verdachts auf Drogendelikte und Urkundenfälschung. Weitere Angaben machten die Behörden unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen zunächst nicht.