Razzien gegen Immobilien von Assads Onkel in spanischem Badeort

Razzia gegen Assad-Luxusimmobilie in Puerto Banús

Die spanische Polizei hat am Dienstag im mondänen Badeort Marbella Immobilien der syrischen Herrscherfamilie Assad durchsucht und beschlagnahmt. Wie aus Justizkreisen verlautete, fanden die Razzien in erster Linie in Puerto Banús statt, einem Yachthafen in Marbella an der Costa del Sol in Andalusien. Die Ermittler gingen dem Verdacht der Geldwäsche nach.

Grundlage für das Vorgehen sind Ermittlungen der französischen Justiz gegen den Onkel von Präsident Baschar al-Assad, Rifaat al-Assad. Dieser ist der Bruder des 2000 gestorbenen Staatschefs Hafis al-Assad.

In Spanien ist den Angaben zufolge der Richter José de la Mata für den Fall zuständig, bei dem es um Geldwäsche im Zusammenhang mit Bandenkriminalität in Puerto Rico und Marbella geht. Das Immobilienvermögen des Assad-Onkels und seiner Familie wird auf 691 Millionen Euro geschätzt.

1984 hatte Syriens damaliger Staatschef Hafis al-Assad seinen Bruder ins Exil gezwungen. Er befürchtete, dass dieser einen Staatsstreich gegen ihn unternehmen könnte.

Der spanischen Justiz zufolge bekam der heute 79-jährige Rifaat al-Assad damals von seinem Bruder, dem Vater von Baschar al-Assad, 300 Millionen Dollar aus der Staatskasse. Rifaat al-Assad investierte das Geld in Immobilien in Frankreich, Liechtenstein, Luxemburg und auf Curaçao.

In Spanien besitzt er nach Justizangaben hunderte Objekte, darunter luxuriöse Landhäuser, Ferienvillen und Hotelappartements - fast alle in der Gegend von Marbella. Allein der Wert der Residenz "La Maquina" in Benahavis außerhalb von Marbella wird auf 60 Millionen Euro geschätzt.

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