RB festigt Platz zwei mit 3:2-Sieg in Mainz

Leipzigs Naby Keita (r) trifft zum zwischenzeitlichen 3:1 gegen Mainz. Foto: Thomas Frey

Champions-League-Aspirant RB Leipzig hat die Not beim FSV Mainz 05 dramatisch vergrößert und Trainer Martin Schmidt weitere unruhige Tage beschert. Der Tabellenzweite gewann mit 3:2 (0:0) bei den Rheinhessen, die nach der vierten Pleite in Serie in großer Abstiegsgefahr schweben.

Nach einer mehr als respektablen ersten Halbzeit der Mainzer reichten 240 Sekunden nach dem Seitenwechsel für den nächsten schweren Rückschlag im Kampf um den Liga-Verbleib.

Zudem muss Mainz vorerst auch noch auf Jean-Philippe Gbamin nach einer Roten Karte wegen groben Foulspiels (89.) in der teilweise äußerst ruppig geführten Partie verzichten.

Nach Vorlage von Bundesliga-Topvorbereiter Emil Forsberg erzielten Marcel Sabitzer (47. Minute) und Neu-Nationalspieler Timo Werner (51.) ihre Tore, RB-Treffer Nummer drei gelang Naby Keita (89.) vor 26 379 Zuschauern. Mainz kam durch einen Foulelfmeter von Jairo (69.) und Yoshinori Mouto in der Nachspielzeit jeweils nur noch mal ran.

Durch den ersten Auswärtssieg seit dem 19. Februar und dem zweiten Sieg binnen fünf Tagen nach dem 4:0 gegen Darmstadt 98 verteidigte die RB-Mannschaft ihren Vier-Punkte-Vorsprung auf 1899 Hoffenheim und das Fünf-Punkte-Polster auf Borussia Dortmund.

Dabei hatte es danach zu Beginn noch nicht unbedingt ausgesehen. FSV-Coach Schmidt hatte es unmittelbar vor dem Spiel angekündigt. Ungeachtet der drei Niederlagen in Serie, unter anderem gegen den SV Darmstadt und den FC Ingolstadt, wollte man sich nicht verstecken. In der siebten Minute wäre es fast auch passiert. Gbamin nahm bei einem Freistoß Maß, RB-Keeper Péter Gulácsi konnte mit letzter Kraft und den Fingerspitzen aber einen frühen Rückstand verhindern. Der Ungar war nach seiner Magen-Darm-Erkrankung wieder ins Tor zurückgekehrt.

Gut für RB Leipzig, das wie von Trainer Ralph Hasenhüttl angekündigt ein bisschen rotierte. Gar nicht mit nach Mainz reiste Routinier Marvin Compper. Dafür durfte der 18 Jahre alte französische Winterneuzugang Dayot Upamecano mal wieder von Beginn an ran. Wenn auch nur bis zur 41. Minute. Nach einer Gelben Karte und weiteren gefährlichen Attacken nahm Hasenhüttl den kraftvollen, aber manchmal noch ungestüm wirkenden Manndecker vom Platz und brachte dafür Werner. Nur zwei Wochen nach seinem Muskelfaserriss kehrte der beste deutsche Bundesliga-Torjäger zurück aufs Feld. Es sollte sich auszahlen.

Bis dahin hatten die Leipziger durch Yussuf Poulsen in der 27. Minute die einzige Möglichkeit, mehr ließen die Mainzer schlichtweg nicht zu. «Ich glaube, das wollten wir sehen. Die Mannschaft arbeitet sehr, sehr hart und geschlossen», lobte FSV-Sportdirektor Rouven Schröder in der Halbzeitpause beim TV-Sender Sky.

Allein die Chancenverwertung stimmte nicht: In der 21. Minute schob Bojan Krkic den Ball an Gulacsi, aber auch am Tor vorbei, in der 41. rettete der zurückgeeilte Poulsen in höchster Not vor Levin Öztunali. Und das rächte sich: Nur kurz nach dem Wiederanpfiff jubelten die rund 500 mitgereisten Leipziger Fans. Eine Hereingabe von der rechten Seite durch Bernardo legte Bundesliga-Topvorbereiter Forsberg wiederum spektakulär mit der Hacke auf Sabitzer auf, der mit dem Kopf zur Stelle war. Nur vier Minuten später legte Forsberg per Eckball auf, diesmal war Werner mit dem Kopf zur Stelle: Saisontor Nummer 15 für den Neu-Nationalspieler.

Wenige Minute reichten, um den Unterschied klar zumachen: RB effektiv und mit dem ersten Kopfball-Doppelpack in der Liga zum Sieg in Richtung Königsklasse. Mainz, das auch nach dem Elfmeter große Chancen ausließ, womöglich Richtung Zweite Liga.

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