Rebellengruppe nimmt nach eigenen Angaben Militärstützpunkt in Myanmar ein

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Aufnahme des mutmaßlich niedergebrannten Lagers

In Myanmar hat eine Rebellengruppe eigenen Angaben zufolge einen Militärstützpunkt an der Grenze zu Thailand eingenommen. Das Lager im Bundesstaat Karen sei am Dienstagmorgen "niedergebrannt" worden, sagte der Chef der Karen National Union (KNU) für auswärtige Angelegenheiten, Padoh Saw Taw Nee, der Nachrichtenagentur AFP. Einem Augenzeugen zufolge schossen die Rebellen auf mehrere flüchtende Soldaten.

Die KNU ist die größte Rebellengruppe der ethnischen Minderheit der Karen, die im Osten Myanmars an der Grenze zu Thailand leben. Sie ist eine entschiedene Gegnerin der Militärjunta, die Anfang Februar mit einem Putsch die Macht in Myanmar an sich gerissen hat. Die Rebellen haben in den von ihnen kontrollierten Gebieten nach eigenen Angaben schon rund 2000 Aktivisten aufgenommen, die vor der Gewalt gegen Junta-Gegner und Demonstranten geflohen sind.

Die Kämpfe zwischen den Rebellen und dem Militär im Bundesstaat Karen haben sich in den vergangenen Wochen verschärft. Im März hatte die KNU bereits einen Militärstützpunkt in der Region angegriffen. Die Junta reagierte mit mehreren nächtlichen Luftangriffen. Mehr als 24.000 Menschen sind vor den Kämpfen geflohen.

noe/fwe