Rechter Terror: Interview: Muss man als Hamburger mit dunklerer Haut Angst haben?

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Die Bomberjacken-Faschos von früher gibt es nicht mehr in Hamburg. Ein Anschlag wie in Hanau vor genau einem Jahr aber lässt sich nicht sicher verhindern, sagt Hamburgs Verfassungsschutz-Chef Torsten Voß. Im Interview erklärt er, wie sich die rechtsextreme Szene im Norden ändert, wo die Probleme für die Sicherheitsbehörden liegen und welche Rolle der AfD-„Flügel“ und die „Querdenker“ spielen. MOPO: Herr Voß, wie verändert sich die rechtsextreme Szene in Hamburg? Torsten Voß: Kameradschaften wie den vor mehr als 20 Jahren verbotenen „Hamburger Sturm“ gibt es in dieser Form heute nicht mehr. Aktivitäten und Vernetzungen verlagern sich ins Internet, besonders in soziale Netzwerke. Und auch wenn wir, Stand jetzt, keine unmittelbaren Hinweise haben: Auch Rechtsterrorismus kann nach wie vor jederzeit entstehen. Die letzten rechtsextremen Demos waren armselige Versammlungen. Das täuscht also? Die Aktivitäten etwa der NPD in Hamburg sind seit Jahren rückläufig. Ebenso verhielt es sich mit den „Merkel muss weg“-Demos, die von Rechtsextremisten organisiert waren. Was ist mit den „Querdenkern“? Bislang finden da nur selten Rechtsextremisten hin. Trotzdem bestehen nach unseren Erkenntnissen Verbindungen zwischen Führungsfiguren des hiesigen „Querdenken“-Ablegers und Rechtsextremisten aus dem Umfeld des Organisatorenkreises der „Michel, wach endlich auf“-Proteste und der AfD-Teilstruktur „Der Flügel“. An der Berliner Demonstration am 29. August 2020 beteiligten sich Hamburger Rechtsextremisten aus nahezu allen Strömungen. Neben Sympathisanten und Organisatoren der „Michel, wach endlich auf“-Versammlungen, „Flügel“-Anhängern und NPD-Funktionären konnten frühere Führungsfiguren nicht mehr aktiver Kameradschaftsstrukturen erkannt werden, die...Lesen Sie den ganzen Artikel bei mopo