Rechtsstreit über Postbank-Aktien zieht sich noch länger

Der lange Rechtsstreit über die Postbank-Aktien wird sich noch mindestens drei Monate hinziehen. Der Bundesgerichtshof (BGH) setzte den Termin für eine Entscheidung am Dienstag nach der Verhandlung in Karlsruhe auf den 13. Dezember fest. Frühere Postbank-Aktionäre haben gegen die Deutsche Bank geklagt, weil sie mehr Geld für ihre Anteile wollen. (Az. II ZR 9/21 und II ZR 14/21)

Im Zuge der Übernahme der Postbank zahlte die Deutsche Bank 2010 pro Aktie 25 Euro. Nach Ansicht der Kläger hätte der Preis aber höher ausfallen müssen. Die Deutsche Bank hätte schon vor der Finanzkrise so viel Kontrolle über die Postbank gehabt, dass sie ein Angebot hätte abgeben müssen, argumentieren sie - dieses hätte bei deutlich höherem Kurs auch höher ausfallen müssen.

Über einige der Fälle verhandelte der BGH bereits zum zweiten Mal. 2014 verwies er sie zur erneuten Verhandlung zurück an das Oberlandesgericht Köln, wo die Kläger keinen Erfolg hatten. Darum legten sie wieder in Karlsruhe Revision ein. Der BGH kann direkt entscheiden, er kann den Rechtsstreit aber auch noch einmal nach Köln zurückverweisen.

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