Rechtsstreit um "Universität" von US-Präsident Trump ist endgültig beigelegt

Donald Trump bei der Vorstellung seiner "Universität" 2005

Der Rechtsstreit um eine von US-Präsident Donald Trump gegründete "Universität" ist endgültig beigelegt. Ein Richter im Bundesstaat Kalifornien segnete am Freitag einen Vergleich zwischen Trump und ehemaligen Studenten ab. Um einen Prozess zu verhindern, hatte Trump kurz nach seiner Wahl im November angeboten, 25 Millionen Dollar (23,4 Millionen Euro) an Ex-Studenten zu zahlen, die ihm Betrug vorwarfen. Ein Sprecher Trumps hatte damals betont, dass die Zahlung kein Schuldeingeständnis sei.

Der Vergleich beendet drei Gerichtsverfahren rund um die Trump University und betrifft insgesamt rund 4090 Kläger, wie aus der am Freitag veröffentlichten Entscheidung hervorgeht. 21 Millionen Dollar gehen demnach an die klagenden Ex-Studenten, vier Millionen Dollar fließen in den Etat von New Yorks Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman, der ebenfalls ein Verfahren angestrengt hatte.

Trump hatte seine "Universität" im Jahr 2004 gegründet und hielt daran einen Anteil von 93 Prozent. Die kommerzielle Einrichtung, die nicht offiziell als Hochschule anerkannt war und ihren Kunden angeblich vermitteln sollte, wie sie im Immobiliengeschäft schnell zu Geld kommen, machte 2011 dicht. Ehemalige Studenten der Trump University hatten den Geschäftsmann verklagt, weil sie sich betrogen fühlten.

Die Vorwürfe gegen Trump waren massiv: So hatte der frühere Verkaufsleiter der "Universität", Ronald Schnackenberg, die Betrrugsvorwürfe der Ex-Studenten unterstützt. Die Trump University habe sich "ältere und ungebildete Menschen zur Beute gemacht, um sie von ihrem Geld zu trennen".

Die Seminare kosteten bis zu 35.000 Dollar. In von der US-Justiz veröffentlichten Instruktionen für die Anwerbung von Studenten hieß es: "Sagt ihnen, dass Ihr eine Lösung für ihre Probleme habt und eine Art und Weise kennt, in der sie ihr Leben ändern können."

Trotz dieser Faktenlage hatte Trump bis zu seiner Wahl eine gütliche Einigung immer ausgeschlossen. Nach seinem teuren Einlenken im November erklärte Trump im November im Onlinedienst Twittert, er habe den Streitfall für eine verhältnismäßig kleine Summe beigelegt, "weil ich mich als Präsident auf unser Land konzentrieren muss". Der "einzige" Nachteil an seinem Wahlsieg sei, dass er keine Zeit gehabt habe, sich auf den langen Prozess einzulassen, aus dem er als Sieger hervorgegangen wäre.

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