Regierende Sozialisten bei Kommunalwahlen in Portugal stärkste Kraft

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Der frühere EU-Kommissar Moedas wird Bürgermeister von Lissabon (AFP/Etienne LAURENT)

Die regierenden Sozialisten in Portugal haben sich bei den Kommunalwahlen am Sonntag als stärkste Kraft behauptet - in Lissabon aber eine überraschende Niederlage erlitten. Das Lager von Ministerpräsident António Costa kam bei der Wahl auf 34,4 Prozent der Stimmen und kann künftig in mindestens 147 Gemeinden regieren, wie aus dem am Montag veröffentlichten Wahlergebnis hervorgeht. Die oppositionellen Sozialdemokraten kamen auf 30,8 Prozent.

In 108 Gemeinden regiert künftig das Mitte-Rechts-Lager. Auch die Hauptstadt fällt den Sozialdemokraten zu: Lissabons sozialistischer Bürgermeister Fernándo Medina, der in Umfragen deutlich vorne gelegen hatte, gestand seine Niederlage in der Nacht zum Montag ein. Er wird vom früheren EU-Kommissar Carlos Moedas abgelöst, der bei der Wahl auf 35,8 Prozent der Stimmen kam und damit um fast vier Prozentpunkte vor Medina lag.

Die Sozialisten um Ministerpräsident Costa hatten bereits die Kommunalwahlen von 2013 und 2017 gewonnen. Bei der Wahl vor vier Jahren hatten sie mit 38 Prozent der Stimmen das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielt.

In den diesjährigen Wahlkampf waren die Sozialisten mit dem Versprechen gegangen, die von der Corona-Krise gebeutelte Wirtschaft wiederzubeleben. Wenige Tage vor der Wahl hatte Costas Regierung zudem angekündigt, ab Oktober die meisten Corona-Beschränkungen im Land aufzuheben. Portugal weist eine der höchsten Impfraten der Welt auf.

isd/ju

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