Reinickendorf: Streit um längeres Hafenfest in Tegel

Veranstalter und Bezirksamt wollen das Fest auf zehn Tage ausdehnen. Anwohner und Bezirkspolitiker argumentieren dagegen.

Lärm bis in die Nacht, Müllberge und betrunkene Festbesucher, die hemmungslos in die Vorgärten und Hauseingänge urinieren – für viele Anwohner war das viertägige Tegeler Hafenfest in den vergangenen Jahren nicht immer ein Segen. "Als wir jetzt durch Zufall erfahren haben, dass es in diesem Jahr auf zehn Tage ausgedehnt werden soll, da hat uns der Schlag getroffen", sagte Andreas Danke. Er hat sich kürzlich mit 25 weiteren Anwohnern der Greenwichpromenade in Berlin-Tegel zusammengeschlossen, um sich gegen die Pläne des Veranstalters Catering Company GmbH und des Bezirksamtes Reinickendorf zu wehren. Am Mittwochabend trug er die Bedenken der Anwohner in einer Anfrage an die Reinickendorfer Bezirksverordnetenversammlung (BVV) vor.

Die konkreten Vorwürfe: Bezirk und Veranstalter haben die Anwohner nicht miteinbezogen. Aus dem Internet habe man von der Verlängerung des Festes erfahren. Zehn Tage lang Lärm, Verschmutzungen und Zerstörungen seien unzumutbar. Gesetzlich geschützte Rasenflächen seien im letzten Jahr zerstört und anschließend monatelang gesperrt worden. All dies sei eine "Zweckentfremdung des Naherholungsgebietes Greenwichpromenade und dessen Grünanlagen". Dem Veranstalter werfen die Protestierenden ausschließlich kommerzielle Interessen vor, da er ein "sehr fragwürdiges, auf viel Alkoholkonsum ausgelegtes Konzept" verfolge.

"Wir sind keine Totalverweigerer des Festes. Wir wissen, dass wir privilegiert wohnen und solche Veranstaltungen dulden müssen, weil ein öffentliche...

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