Reisen: Gepäckprobleme in Tegel: Air-Berlin verschiebt US-Flüge

Die Direktflüge werden nun erst ab Mitte und Ende Mai angeboten. Grund sind Verzögerungen bei der Koffer-Ausgabe.

Die Fluggesellschaft Air Berlin verschiebt den Start neuer Flüge von Tegel in die USA um bis zu vier Wochen. Die finanziell angeschlagene Airline begründet dies mit den Abfertigungsproblemen auf dem Flughafen in Tegel. Doch unter Luftfahrtexperten gibt es Zweifel an dieser Begründung. Kunden der Air Berlin, die in die USA reisen wollen, müssen derweil von Düsseldorf starten oder ihre Reise verschieben.

Die Erweiterung des Langstreckennetzes hat für Air Berlin höchste Priorität im Überlebenskampf der Fluggesellschaft. Das sagte der neue Vorstandsvorsitzende Thomas Winkelmann noch auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) Anfang März in Berlin: "Der Umbau des Streckennetzes ist ein elementarer Bestandteil der Neuausrichtung von Air Berlin." Und: "Damit positionieren wir uns klarer und effizienter am Markt."

Mit Kampfpreisen auf den Interkontinentalmarkt

Doch die Kofferträger in Tegel haben diese Positionierung durcheinandergewirbelt. Nun zieht die Fluggesellschaft die Reißleine und verschiebt den geplanten Ausbau der USA-Verbindungen ab Mai 2017. Der Starttermin für die Route Berlin-Tegel–San Francisco wird vom 1. Mai auf den 29. Mai verschoben, die Nonstop-Strecke von Berlin nach Los Angeles vom 2. auf den 16. Mai.

Air Berlin betritt mit Kampfpreisen den Langstreckenmarkt: Auch am Donnerstag wurden noch Flüge ab 400 Euro für Ziele in den USA angeboten. Ein Luftfahrtexperte, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, zweifelt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Flu...

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