Rekordinflation und hohe Spritpreise: Wohlstandsverlust für Europa?

Die Bezinpreise steigen weltweit und machen Verbrauchern in ganz Europa zu schaffen.Nicht nur in Deutschland, auch in Italien sind die Bezinpreise auf Rekordniveau geklettert.

Gobales Problem: Verdoppelte Ausgaben

Die Menschen spüren die Folgen Tag für Tag im Geldbeutel, sowie Letizia Cecinelli aus Rom: "Ich habe ein Auto, das mit Benzin fährt. Die Preise wirken sich eindeutig auf unsere Familienausgaben aus, sie haben sich verdoppelt. Genau wie unsere Rechnungen. Das ist ein globales Problem."

Nicht nur die Energie- und Spritpreise steigen, auch im Einzelhandel haben sich viele Waren verteuert. Die Corona-Krise ist noch nicht verdaut, da katapultiert der Krieg in der Ukraine Europa in eine neue Rekordinflation.

Suad Poljo aus Sarajevo: "Ich weiß nicht, ob das alles an der Ukraine liegt, vielleicht ist es auch eine fabrizierte globale Krise. Es ist nicht in Ordnung, dass die Preise um 70 Prozent oder mehr gestiegen sind".

Droht der Wohlstandstverlust wegen hoher Inflation?

Die hohe Inflation und Teuerung in allen Bereichen wird sich auch noch weiter auf unseren Wohlstand auswirken, so der Wirtschaftsexperte Faruk Hadzic: "Jeder Bürger hat nur ein begrenztes Einkommen. Wenn die Menschen jetzt solche Budgeteinschränkungen erleben wird sich das auch auf ihre weiteren Einnahmen und Ausgaben für andere Waren auswirken. Dies wird die Wirtschaftsleistung in Zukunft verringern."

Habeck will Befugnisse des Kartellamts ausweiten

In Deutschland verärgern die aktuellen Benzinpreise nicht nur viele Autofahrer. Auch die Politik verdächtigt die Mineralölkonzerne den durch Steuergelder finanzierten Tankrabatt in die eigene Tasche zu stecken.

Thomas Prauße, Geschäftsführer der Stadtwerke Greifswald kritisiert: "Nur mit dem Krieg in der Ukraine zu begünden, dass europäische und andere Gasgesellschaften massiv die Preise erhöhen? Ich halte das für Marktmissbrauch. Und deshalb stellt sich für mich die Frage: wann sollte eine Kartellbehörde dann wirklich zuschlagen? Bei sowas etwa noch nicht?"

Als Reaktion will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck nun die Befugnisse des Kartellamts erheblich ausweiten. Geplant ist, das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen zu ändern.

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