Wohnungsnot in Berlin: Gestrandet in Berlin - Zwei Koffer, aber keine Wohnung

Yannick Höppner kehrte im Sommer in seine Heimatstadt zurück. Eine feste Wohnung fand er erst viel später

Am 6. Juni dieses Jahres leuchtete auf meinem Smartphone eine E-Mail aus Berlin auf: "Willkommen im Team der Berliner Morgenpost". Der Jobzusage folgte ein Jubelschrei, dann der Blick auf das Datum. Ich hatte drei Wochen Zeit, eine Wohnung zu finden. "Wird schon werden", dachte ich. Wäre ich doch nur nicht so naiv gewesen.

Alleine im Jahr 2016 sind 216.526 Menschen nach Berlin gezogen. Wahrscheinlich sogar mehr, denn die Zahl stammt aus der Einwohnerregisterstatistik. Alle, die sich nicht gemeldet haben, kommen dementsprechend noch hinzu. Dem gegenüber stehen 157.312 Fortzüge, was bedeutet, dass Berlin im vergangenen Jahr um knapp 60.000 Einwohner gewachsen ist. Immer mehr Menschen wollen hier leben, so nun auch ich. Aus Niedersachsen ging es zurück in meine Geburtsstadt. Aber so wie all die anderen brauchte auch ich erst einmal eine Wohnung.

Mehr als 80 E-Mails, eine Antwort gibt es selten

Bei der Suche stieß ich im Internet auf die Annonce einer Dame, die ihre Wohnung für zwei Monate vermieten wollte. Eine halbe Stunde, nachdem ich ihr geschrieben hatte, rief sie an. Sie klang lebenserfahren und vertrauenswürdig. Da ich ohnehin gerade in Berlin war, machten wir einen Besichtigungstermin für den folgenden Tag aus.

Die Wohnung war dunkel und schien schon länger nicht mehr renoviert worden zu sein. Aber da die Mietzeit begrenzt war, scherte ich mich nicht weiter darum. Außerdem brauchte ich schnellstmöglich eine Bleibe. Zwei Wochen später zog ich ein, dann folgte der Schock.

Mit me...

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