Republikaner sorgt mit Twitter-Attacke gegen Alexandria Ocasio-Cortez für Empörung

Alexandria Ocasio-Cortez steht immer wieder unter schwerem Beschuss ihrer Kontrahenten. (Bild: AP Photo/Patrick Semansky)

Ein republikanischer Politiker wurde auf Twitter verbal ausfällig gegenüber der demokratischen Abgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez und sorgte damit für Empörung – Rücktrittsforderungen werden laut.

“Die Peinlichkeit sind Tussis wie du mit nichts zwischen den Ohren” – diesen Tweet richtete der texanische Politiker Scott Dunn, Stadtrat von Richardson, an Ocasio-Cortez. Dunn gebrauchte das englische Wort “Bimbo”, das in den USA für “Tussi” oder “dummes Mädchen” steht, aber keine rassistische Konnotation besitzt.

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Dunn reagierte damit auf Ocasio-Cortez’ kritische Reaktionen auf die Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump – das berichtet unter anderem die US-amerikanische Zeitung “Washington Post”. Auf welchen Tweet der Demokratin sich Dunn genau bezog, ist indes unklar.

Dunn trat mit seiner Tirade eine Lawine der Kritik und Empörung los.


“Scott Dunn, Sie sind eine Beleidigung für Texas. Punkt.”


“Unangemessen und falsch, Mr. Dunn.”

User wollen Dunns Rücktritt

Einige fordern Dunns Rücktritt.


“Scott Dunn muss gehen, Richardson. Schreiben Sie noch heute dem Bürgermeister, Paul Voelker.”


“Scott Dunn muss zurücktreten, nachdem er eine Kongressabgeordnete diese Woche als Tussi bezeichnete. Das ist für mich gleich beleidigend wie Blackfacing, Solidarität mit Nazis und Babys in Käfigen.”


“Scott Dunn, du kannst rennen, löschen und versuchen, dich zu verstecken. Ich bin ein texanischer Wähler – mit unseren Stimmen können wir sicherstellen, dass du deinen Job nicht behalten wirst.”

Ein anderer Nutzer fordert dazu auf, sich direkt an Dunn zu wenden und postete Dunns Geschäftsadresse.


“Ich denke, jeder sollte Scott Dunn via Telefon oder E-Mail wissen lassen, wie unzufrieden sie mit seinen sexistischen Kommentaren sind.”


“Überraschung, Überraschung. Noch ein weißer Mann, der von einer starken, intelligenten Frau eingeschüchtert ist.”

Mauri Long, demokratische Kandidatin für den Stadtrat in Richardson, kritisierte Dunn in einem Facebook-Posting. “Als eine von nur zwei Frauen, die für den Stadtrat kandidieren, finde ich diese Art von Umkleideraum-Tratsch verstörend und persönlich beleidigend”, so die Politikerin.

“Scott Dunn vom Richardson City Council tweetete eine unangemessene, abwertende und spaltende Nachricht an eine amtierende US-Kongressabgeordnete. Als eine von nur zwei Frauen, die für den Stadtrat kandidieren, finde ich diese Art von Umkleideraum-Tratsch verstörend und persönlich beleidigend. Diese Art von spöttischer Rhetorik von einem gewählten Repräsentanten unserer großartigen Stadt reflektiert keineswegs unsere eigenen Werte. Ich hoffe, dass alle amtierenden Mitglieder unseres Stadtrats und unser Bürgermeister ebenfalls die Taten von Stadtrat Dunn verurteilen. Wir müssen besser darin werden, jeden in Richardson zu vertreten, nicht nur jene, deren Ansichten wir teilen.”

Dunn entschuldigte sich

Dunn hat seinen offiziellen Twitter-Account mittlerweile stillgelegt. Wie “New York Post” berichtete, veröffentlichte Dunn auf seiner Facebook-Seite eine Entschuldigung. “Die Worte, die ich benutzte, waren beleidigend. Ich bin verantwortlich für meine eigenen Worte und Taten. Ich entschuldige mich bei jedem, der sich von dem, was ich sagte, beleidigt fühlte”, so Dunn laut der US-Zeitung.

Auch das Posting mit der Entschuldigung wurde mittlerweile wieder aus dem Netz genommen. Ocasio-Cortez selbst äußerte sich bis dato nicht öffentlich zu dem Vorfall.

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