Rettungshelfer in Kolumbien suchen nach hunderten Vermissten

Einen Tag nach den schweren Überschwemmungen im Südwesten Kolumbiens suchen Rettungshelfer weiter nach hunderten Vermissten. Immer wieder werden Schwerverletzte aus den Schlammmassen geborgen. Mehr als zweihundert Menschen sind ums Leben gekommen.

In der Kleinstadt Mocoa, die besonders schwer von Erdrutschen betroffen ist, wurden ganze Wohnviertel zerstört. “Ich konnte meine beiden Kinder aus dem Haus holen, aber wir haben alles verloren”, sagt eine Einwohnerin der Stadt. “Es blieben nur Steine und Sand übrig.”

“Niemand sagt mir, was passiert ist”, klagt ein älterer Herr. “Ich weiß nicht, was aus meinem Haus und meiner Familie geworden ist. Ich muss auf Gott vertrauen. Ich habe nichts. Nichts zu essen. Nirgendwo zu schlafen. Diese Kleider hat mir jemand geschenkt.”

Überlebende suchen auf den Listen des Roten Kreuzes nach vermissten Familienangehörigen. Viele der dort Aufgeführten sind erst wenige Jahre alt.

Aus drei kleinen Flüssen in der Nähe von Mocoa wurden während der schweren Regenfälle der letzten Tage reißende Ströme, die über die Ufer traten und wie Lawinen alles mitrissen. Strom- und Wasserversorgung fielen aus. Das gesamte Ausmaß der Zerstörung wird erst mit dem langsam sinkenden Wasserpegel sichtbar.

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