Revisionsverfahren in Staufener Missbrauchsfall begonnen

Vor dem Landgericht Freiburg muss sich seit Dienstag ein mutmaßlicher Täter im Staufener Missbrauchsfall erneut verantworten. Der 51 Jahre alte Bundeswehroffizier soll als einer von mehreren Männern einen damals achtjährigen Jungen, der von seiner Mutter und seinem Stiefvater im Internet zum Missbrauch angeboten wurde, mehrfach vergewaltigt haben. Im Frühjahr 2018 wurde er zu acht Jahren Gefängnis wegen schweren sexuellen Missbrauchs verurteilt. Eine anschließende Sicherungsverwahrung ordnete das Gericht jedoch nicht an.

Staatsanwaltschaft und Verteidigung beantragten Revision. Der Bundesgerichtshof gab dem statt, weshalb nun neu verhandelt werden muss. Für das Verfahren sind zunächst fünf Verhandlungstage angesetzt. Insgesamt wurden im Komplex um den Staufener Missbrauchsfall sechs sogenannte Kunden sowie die Mutter und der Stiefvater zu teils langjährigen Haftstrafen verurteilt.