Richter lehnt Antrag der Regierung zur Vertagung von Djokovic-Fall ab

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Demonstrant vor dem Hotel von Djokovic (AFP/William WEST)

Einen Tag vor dem erwarteten Gerichtsentscheid zur möglichen Abschiebung von Tennis-Star Novak Djokovic hat der mit dem Fall befasste Richter einen Antrag der Regierung zur Vertagung abgelehnt. Richter Anthony Kelly erklärte am Sonntag, dass das Verfahren wie geplant am Montag um 10.00 Uhr (00.00 MEZ) fortgesetzt werde. Vor dem Abschiebehotel des Sportlers versammelten sich erneut einige Demonstranten, um gegen das Festhalten von Menschen in der Einrichtung zu protestieren.

Die Regierung wollte die Verhandlung auf Mittwoch verschieben. Dies lehnte der Richter ab. Der Weltranglistenerste Djokovic, der seinen Impfstatus nicht öffentlich macht und sich wiederholt kritisch über Corona-Impfungen geäußert hatte, war am Mittwochabend in Melbourne gelandet, nachdem er nach eigenen Angaben eine medizinische Ausnahmegenehmigung von den Veranstaltern der Australian Open für eine Einreise erhalten hatte. Die australischen Grenzbeamten erkannten dies jedoch nicht an.

Seitdem sitzt der 34-Jährige in einem Abschiebehotel in Melbourne fest. Seine Anwälte kämpfen um seine Teilnahme an den Australian Open, die am 17. Januar beginnen.

Laut den australischen Behörden wurde Djokovics Visum für das Land wegen fehlender Impfnachweise annulliert. Nun befasst sich ein Gericht mit der möglichen Abschiebung. Djokovics Anwälte wollen eine Rücknahme der Annullierung erreichen.

mkü/noe

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