Richter setzt in Missbrauchsprozess gegen Prinz Andrew Anhörung für 4. Januar an

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Prinz Andrew im Januar 2020 (AFP/Lindsey Parnaby)

Im Missbrauchsskandal um Prinz Andrew hat ein New Yorker Richter den 4. Januar als Termin für eine Anhörung der Verteidigung angesetzt. Dann werde das Gericht die Argumente des Beschuldigten für eine Abweisung der Klage anhören, erklärte Richter Lewis Kaplan am Donnerstag.

Die Klägerin Virginia Giuffre wirft Prinz Andrew vor, sie vor mehr als 20 Jahren als Minderjährige mehrfach sexuell missbraucht zu haben. Die heute 38-Jährige gibt an, im Alter von 17 Jahren von dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein an Prinz Andrew "ausgeliehen" worden zu sein. Sie fordert einen nicht näher bezifferten Schadenersatz.

Prinz Andrews Anwälte haben die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen. Sie werfen Giuffre vor, sich mit der Klage bereichern zu wollen. Wird die Forderung des 61-jährigen Herzogs von York nach Abweisung der Klage abgelehnt, wird der Zivilprozess zwischen September und Dezember 2022 beginnen, wie Kaplan kürzlich mitteilte.

Die Vorwürfe gegen den britischen Royal stehen schon seit 2019 im Raum. Er wies die Anschuldigungen stets zurück und erklärte, sich nicht an ein Treffen mit Giuffre erinnern zu können. Er trat jedoch nach einem verunglückten TV-Interview 2019 von seinen royalen Pflichten zurück. Der ehemalige Hubschrauberpilot und Kriegsveteran, der geschieden ist und zwei Töchter hat, ist seitdem kaum noch öffentlich aufgetreten.

Giuffre wirft Andrew vor, sie in Epsteins Haus in New York, auf Epsteins Privatinsel in der Karibik und im Haus von Epsteins damaliger Freundin Ghislaine Maxwell in London missbraucht zu haben. Der Multimillionär und verurteilte Sexualstraftäter Epstein war 2019 nach einer erneuten Festnahme tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan aufgefunden. Nach offiziellen Angaben nahm er sich das Leben.

ck/bfi

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