"Richtig unter Schock": "Goodbye Deutschland!"-Paar zittert um altes Luxusleben

Carmen Schnitzer
·Lesedauer: 4 Min.

Gutes Aussehen, fröhliche Kinder, viel Geld: Nach einigen Höhen und Tiefen schienen die "Goodbye Deutschland"-Auswanderer Oksana und Daniel Kolenitchenko in L.A. den "American Dream" zu leben. Doch die Corona-Krise zerstörte diesen Traum, erzählten sie VOX: "Hier geht's gerade ums nackte Überleben!"

(Bild: VOX)
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Als Kind lebte "Goodbye Deutschland"-Auswanderin Oksana Kolenitchenko (33) im Asylheim, 2019 bangte sie vor den VOX-Kameras um das Leben ihres Mannes Daniel (38), dem ein Blutgerinnsel im Bauch geplatzt war. Doch immer wieder kämpften sich das Ex-DSDS-Sternchen und ihr Partner zurück ins Glück, glamouröses Luxusleben inklusive.

Gerade als es im Leben des Paares und der gemeinsamen Kinder Milan (6) und Arielle (4) wieder richtig rund zu laufen schien, begann die Corona-Pandemie und damit ein erneutes Zittern. "Ich bin richtig unter Schock", gestand Oksana, nachdem im Mai der seit zwei Monaten bestehende Lockdown in ihrer kalifornischen Wahlheimat Los Angeles verlängert wurde. Eigentlich hatte das Ehepaar gehofft, sein edles Partyrestaurant The Next Door Lounge unter Einhaltung von Hygieneregeln bald wieder öffnen zu können. Dass die Durststrecke, die der Familie bevorstand, noch viele weitere Monate andauern würde, ahnten Oksana und Daniel damals noch nicht.

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(Bild: VOX)
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"Goodbye Deutschland": 25.000 Dollar Verlust - pro Monat!

Die teure Clubmiete, fehlende Einnahmen und viele umsonst gekauften Lebensmittel und Getränke veränderten den Kontostand des wohlhabenden Paares rasant. "Ich arbeite halbtags und mach' jeden Monat 25.000 Dollar Verlust", stellte Daniel fest. "Und das ist halt wirklich 'ne Lage, in der ich auch noch nie war ..."

Das "Allerschlimmste" sei "die Ungewissheit." Immerhin konnte Oksana als Vollzeit-Influencerin weiterhin Geld verdienen - ein Job, über den sich Daniel in der Vergangenheit gerne mal lustig gemacht hatte, wie er gestand. Nun war er dankbar, dass zumindest seine Frau noch Einkünfte hatte. Auch dass beide die Miete für das Haus mit Pool einige Monate im Voraus bezahlt hatten, beruhigte etwas. Allzu lange aber konnte es so nicht mehr weitergehen.

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Darf Oma einreisen? "Das ist kein gutes Zeichen"

Doch nicht nur die Finanzen machten dem Paar Sorgen, auch die Trennung von in Deutschland und Russland lebenden Freunden und Verwandten war eine Belastung: Würden Oksana und Daniel die USA verlassen, dürften sie in Pandemiezeiten nicht mehr zurückkehren, da sie zwar ein Investorenvisum hatten, nicht aber einen US-amerikanischen Pass.

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Nach sieben Monaten Trennung sollte im Oktober aber zumindest endlich Oksanas Mutter Svetlana (50) mit Ehemann Vlad aus Moskau zu Besuch kommen, um den sechsten Geburtstag ihres Enkelsohnes zu feiern. Ein bürokratischer Kraftakt mit hohem Zitterfaktor, denn selbst am Flughafen in L.A. hätte ein Grenzbeamter die beiden noch wieder zurückschicken können. Kein Wunder, dass Oksana in den Nächten vor der Reise nicht schlafen konnte und nervös wurde, als sie ihre Mama nach der Landung des Fliegers nicht gleich erreichen konnte: "Nichts zu hören von Oma. Das ist kein gutes Zeichen."

Kindergeburtstag in Corona-Zeiten

Ob es dem glücklichen Umstand geschuldet war, dass Svetlana und Vlad ausgerechnet auf einen russischstämmigen Grenzbeamten gestoßen waren oder ob dieser auch ohne die Gemeinsamkeit gnädig gestimmt gewesen wäre: Letztlich ging dann glücklicherweise alles gut, und die junge Großmutter konnte Tochter, Schwiegersohn und Enkelkinder sowie ihre ebenfalls in L.A. lebende, jüngere Tochter Palina (26) in die Arme schließen.

(Bild: VOX)
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Der Kindergeburtstag, den die Familie in Nicht-Corona-Zeiten vermutlich wie früher mit einer bombastischen Feier im Wert eines Kleinwagens gefeiert hätten, fiel diesmal deutlich bescheidener aus, doch Knirps Milan schien dennoch happy und freute sich über seine Spielzeug-Skateboard-Rampe.

Der geplante Ausflug an den Strand fiel wegen des Wetters ins Wasser, doch dass er als zusätzliches Geschenk auch noch ein Fahrrad bekam, mit dem er herumdüsen konnte und dass es ein kleines Picknick mit Kuchen gab, machte den Tag für Milan perfekt. "Wir müssen jetzt weiter abwarten wie die letzten Monate, weiter kämpfen und hoffen, dass am Ende alles gut wird", resümierte Oksana die vergangenen Monate. Am Ende war für sie und ihre Familie ohnehin nur eines wichtig: "Wir halten zusammen."

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