Ringo Starr empfindet manche Tage im Corona-Lockdown als "Elend"

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Ex-Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr

Der frühere Beatles-Schlagzeuger Ringo Starr empfindet den Corona-Lockdown oft als bedrückend und hilft sich mit Musik und Malerei weiter. "An manchen Tagen ist es ein Elend", sagte der in Los Angeles lebende Musiker der Nachrichtenagentur AFP in einem Interview. "An manchen Tagen saß ich da und dachte: Oh, ich will rausgehen! Ich will Leute umarmen! Aber das Ergebnis könnte sein, dass du stirbst. Deswegen habe ich es nicht gemacht."

Stattdessen nahm der 80-Jährige zwischen April und Oktober in einem Studio bei sich zu Hause eine Platte mit vier Songs auf. Das Mini-Album nannte Starr "Zoom In". "Ich fand das sehr passend für diese Zeit", sagte der Schlagzeuger mit Blick auf die in Corona-Zeiten sehr populär gewordene Online-Plattform. "Das ist es, was wir alle machen." Die Single "Here's To The Nights" mit dem früheren Beatles-Sänger Paul McCartney als Gaststar wurde am Mittwoch veröffentlicht.

Bei der Aufnahme achteten Starr und seine Mitmusiker nach eigenen Angaben strikt auf Corona-Vorsichtsmaßnahmen. "Wir waren uns alle der Tatsache bewusst, dass es da draußen verrückt ist, deswegen haben wir Masken getragen und Abstand gehalten", sagte Starr der AFP. Die von den US-Gesundheitsbehörden empfohlenen sechs Fuß - rund 1,80 Meter - seien es aber nicht immer gewesen, sagte der Ex-Beatle scherzhaft: "Manchmal waren es nur fünf Fuß."

Nachdem er wegen Corona zwei Tourneen habe absagen müssen, habe er sich mit der Arbeit an dem Album beschäftigt. "Und ich male auch gerne. Ich habe einen kleinen Raum, wo ich mit Farbe herumspritzen kann, ohne dass es jemanden stört."

Kalifornien hatte im Frühjahr wegen Corona einen strikten Lockdown verhängt. Angesichts eines erneuten massiven Anstiegs der Fallzahlen wurden im Dezember neue Ausgangsbeschränkungen für weite Teile des Bundesstaates beschlossen.

fs/cp