"Robustes Hilfspaket" geplant: US-Außenminister Blinken zu Besuch in Moldau eingetroffen

US-Außenminister Antony Blinken ist am Mittwoch nach Moldau gereist, um dem Land die Unterstützung der USA zuzusichern. Anlässlich eines Treffens mit der pro-europäischen Präsidentin Maia Sandu war die Verkündung eines "robusten Hilfspakets" geplant, wie der im US-Außenamt für Europa zuständige Minister Jim O'Brien mitteilte. Die USA werde Moldau unter anderem in Energiefragen unterstützen. (SAUL LOEB)

US-Außenminister Antony Blinken ist am Mittwoch nach Moldau gereist, um dem Land die Unterstützung der USA zuzusichern. Anlässlich eines Treffens mit der pro-europäischen Präsidentin Maia Sandu war die Verkündung eines "robusten Hilfspakets" geplant, wie der im US-Außenamt für Europa zuständige Staatssekretär Jim O'Brien mitteilte. Washington werde Moldau unter anderem in Energiefragen unterstützen. Das zwischen der Ukraine und Rumänien liegende 2,6-Millionen-Einwohner-Land hat bis vor Kurzem fast seine gesamten Gasvorräte aus Russland importiert.

Die USA werden Moldau zudem mit Maßnahmen zur Demokratiestärkung helfen und beim Kampf gegen Fake News im Vorfeld der Wahlen im Oktober unterstützen, wie O'Brien hinzufügte.

Die Regierung in Chisinau strebt eine Westintegration des Landes an, auch zum Schutz gegen Russland. Sandu, die auf eine zweite Amtszeit hofft, will die Bevölkerung am Wahltermin in einem Referendum über einen möglichen EU-Beitritt abstimmen lassen. Brüssel hatte in der vergangenen Woche einen Sicherheits- und Verteidigungspakt mit Moldau geschlossen.

Die Situation in Moldau ist unter anderem wegen der Lage im Separatistengebiet Transnistrien heikel. US-Behörden hatten jedoch zuletzt erklärt, es gebe keine unmittelbare militärische Bedrohung durch die pro-russischen Kräfte in der Region.

kü/bfi