Rolls-Royce verkauft so viele Autos wie nie

Rolls-Royce-Chef Müller-Ötvös

Die BMW-Tochter Rolls-Royce hat im vergangenen Jahr so viele Autos wie nie in der 115-jährigen Geschichte verkauft. Der Absatz der Luxusmarke erreichte 4107 Wagen in mehr als 50 Ländern, wie Rolls-Royce am Donnerstag mitteilte. 2017 hatte das Unternehmen 3362 Autos verkauft. Das laufende Jahr wird wegen des bevorstehenden Brexit schwierig für das Unternehmen.

Rolls-Royce-Chef Torsten Müller-Ötvös kündigte für Anfang April eine zweiwöchige Schließung des Werks im südostenglischen Goodwood an, um eventuelle Lieferengpässe abzufedern. "Wir haben uns entschlossen, unsere alljährliche Produktionspause vorzuziehen und das Werk ab 30. März für zwei Wochen zu schließen", sagte er der "Wirtschaftswoche".

Ein ungeordneter Brexit würde die Logistikketten an die Belastungsgrenze führen: "Wir haben weltweit über 600 Zulieferer", sagte Müller-Ötvös. "Würde nur ein Teil der rund 32.000 täglich ankommenden Komponenten fehlen, dann würde in unserem Werk in Goodwood die Produktion zum Stillstand kommen." Rolls-Royce hat demnach Vorkehrungen getroffen: Die Lagerkapazitäten wurden deutlich erweitert, "im Zweifelsfall werden wir Teile einfliegen", sagte Müller-Ötvös der "Wirtschaftswoche".

Rolls-Royce beschäftigt in Goodwood mehr als 2000 Menschen. Die britische Luxusmarke gehört seit 1998 zu BMW.