Rom: Tausende bei Demos für und gegen Europa

Rom im Ausnahmezustand: Tausende gingen für die europäische Idee auf die Straße, aber auch die EU-Gegner demonstrierten.

Am Rande des EU-Sondergipfels in Rom sind Zehntausende EU-Freunde auf die Straße gegangen. Verschiedene Organisationen hatten dazu aufgerufen.

Menschen aus ganz Europa reisten an, um die EU-Flagge hochzuhalten. Auch Flüchtlinge nahmen an der Demonstration teil. Ihre Forderung: Ein Europa für alle.

Viele EU-Unterstützer wünschen sich einen Neustart. Sie erhoffen sich von diesem “Fest für Europa” neue Impulse.

70 years of peace! Isn’t it something worth to march for? #MarchForEurope2017 pic.twitter.com/mZobfdSjVb— March for Europe (@MarchEurope2017) 25. März 2017

Ein Demonstrant stimmte die Europahymne an:

Ich bin nur einer von vielen Europäern. Wir alle, alt und jung, wollen gegen Populismus kämpfen und denen, die an der Macht sind eine Botschaft senden. Wir wollen ihnen sagen, dass wir mehr Europa benötigen, mehr europäische Integration.

Ein junger Mann sagte:

Hier zeigt sich, dass die Mehrheit der Europäer an das europäische Projekt glauben, aber wir wollen nicht das Europa, das derzeit vom Europäischen Rat geschaffen wird.”

Pro-Europeans from all across Europe to #MarchForEurope2017 in Rome today! Here’s where the biggest delegations have travelled from. #EU60 pic.twitter.com/GDZhbjM5E0— March for Europe (@MarchEurope2017) 25. März 2017

In Rom verschafften sich auch die EU-Gegner Gehör. Die Polizei war in Alarmbereitschaft, denn die Demonstrationsrouten der EU-Befürworter und Gegner lagen teilweise überraschend nah beieinander.

Ein EU-Gegner klagte:

Wir sind gegen Europa, denn das Polizeiaufgebot hier ist ihre Vision von Europa. In ihrem Europa gibt es keine Demokratie und die Menschen verhungern. Wir werden von der Polizei aufgehalten und das ist eine Provokation. Wir wollen nur friedlich zu diesem Platz gehen.

Aus Angst vor Ausschreitungen blieben Geschäfte im Zentrum geschlossen. Viele Römer hatten wegen des erwarteten Chaos die Stadt verlassen.

Nach #MarchForEurope entspannt sich Rom wieder, auch Marco Aurelio sagt Danke! pic.twitter.com/7iDbq5YUcO— Stefania Zampieri (@stella_star1) 25. März 2017

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