Rudolfplatz: Ehrengarde möchte unterirdischen Festsaal für die Hahnentorburg

Die Brücke soll abgerissen und die Hahnentorburg erweitert werden.

Die Hahnentorburg wird künftig als markantes Denkmal auf dem Rudolfplatz noch sichtbarer sein. Die Ehrengarde, die dort seit 1988 ihr Domizil hat, will nach dem Abriss der südlich angebauten Brücke auf eigene Kosten unterirdisch einen neuen Festsaal bauen.

Dessen Eingangsbereich soll in einem kleineren Anbau am Südturm liegen – mit einer moderne Metallfassade zur Straßenseite. Dies ist das Ergebnis eines Architekturwettbewerbs, bei dem die Jury jetzt einstimmig den Entwurf des Kölner Architekturbüros Kister, Scheithauer, Gross zum Sieger kürte.

„Wir haben einen Weg gesucht und gefunden“, sagte Ehrengarde-Präsident Hans-Georg Haumann bei der Vorstellung der Pläne – und Baudezerent Franz-Josef Höing verriet, nach der Jury-Sitzung „beschwingt nach Hause gegangen“ zu sein. Schließlich gehe es „nicht nur um die Heimat der Ehrengarde, sondern auch um eine neue Perspektive für den Rudolfplatz“.

Nach anfänglichen Vorbehalten nun Zustimmung zu Plänen der Hahnentorburg

Das sah Stadtkonservator Thomas Werner ähnlich. „Ich hatte zunächst Vorbehalte. Mir fehlte die architektonische Fantasie. Aber nun ist klar: ein Festsaal muss nicht unbedingt oberirdisch sein.“ Die gefundene Lösung hält Köln oberster Denkmalschützer für „den besten und sensibelsten Umgang mit einem der wichtigsten Baudenkmäler der Stadt“.

Die Architekten haben die gesamte Grundfläche der noch bestehenden Brücke über Hahnenstraße und Bahntrasse unter die Platzfläche des Ökomarktes gelegt. Dabei wird der vorhandene, alte Baumbestand auf dem Platz erhalten, auch ein möglicher Ausbau der KVB-Linie 1 als U-Bahn zwischen Heumarkt und Melatenfriedhof wird nicht tangiert.

Herzstück ist ein 150 Quadratmeter großer Festsaal 

Mit Sanitäranlagen und Küchentrakt ist das Kernstück des Projektes ein 150 Quadratmeter großer, der eine gewölbeartige Decke aus Glasfasermaterial erhalten soll. Die Kosten für solch eine unterirdische Variante liegen nach Berechnungen der Architekten in gleicher Höhe wie bei einem oberirdischen Anbau an die historische Torburg.

Ansonsten hielt sich das grün-gelbe Traditionskorps, das aufgrund der bald beginnenden Bauarbeiten die Räume der Brücke über die Hahnenstraße bis Anfang Mai leerräumen muss, zu den Kosten bedeckt. „Das ist für die Ehrengarde ein Generationen-Thema “, sagte Kommandant Curt Rehfus. „Die Finanzierung ist auf 25 bis 30 Jahre angelegt. Ab sofort sammeln wir Spenden.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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