Rumänien rettet mehr als 150 Bootsflüchtlinge aus dem Schwarzen Meer

Die Flüchtlinge am Mittwoch im Hafen von Midia

Die rumänischen Behörden haben erneut dutzende Flüchtlinge aus dem Schwarzen Meer gerettet. 153 überwiegend aus dem Irak stammende Menschen seien an Bord eines Bootes gewesen, das in der Nacht zum Mittwoch in Seenot geraten sei, sagte ein Sprecher der rumänischen Küstenwache der Nachrichtenagentur AFP. Unter den Flüchtlingen seien 53 Kinder und 51 Frauen gewesen.

"Das Meer war sehr unruhig, es gab Wellen von bis zu drei Metern", sagte der Sprecher. Die Situation für die Flüchtlinge sei äußerst gefährlich gewesen. Die Geretteten wurden bei ihrer Ankunft im Hafen von Midia zunächst medizinisch untersucht und anschließend Vertretern der Einwanderungsbehörden übergeben.

Das EU-Mitglied Rumänien ist nicht Teil des europäischen Schengenraums. Im Gegensatz zu anderen EU-Ländern gab es in Rumänien bislang keinen großen Andrang von Flüchtlingen. Allerdings fürchten die örtlichen Behörden, dass das Schwarze Meer angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten bei der Überquerung des Mittelmeers zu einer alternativen Flüchtlingsroute werden könnte.

Seit August wurden bereits mehrfach Flüchtlinge von Booten im Schwarzen Meer gerettet. Zwischen August und September wurden allein 570 Migranten aufgegriffen. Rumänien zählt zu den ärmsten Ländern der EU, hatte Mitte August aber die Aufnahme von fast 2000 Flüchtlingen aus Griechenland und Italien zugesagt.

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