Streit über neuen Lockdown für Paris

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Menschengruppen im Pariser Park Jardin du Luxembourg

Die Corona-Zahlen in Paris haben sich deutlich verschlechtert - doch über die Konsequenzen streitet die Stadt mit der französischen Regierung. Premierminister Jean Castex nannte die Forderung der Stadtverwaltung nach einem dreiwöchigen Lockdown mit strenger Ausgangssperre am Freitag "Unsinn". Es sei illusorisch zu glauben, dass danach alles wieder öffnen könne, betonte Castex.

Der stellvertretende Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire hatte einen solchen Lockdown inklusive Schließung aller Schulen und Geschäfte ins Gespräch gebracht, "mit der Perspektive, danach alles wieder öffnen zu können" - auch Restaurants, Bars und Kultureinrichtungen.

Die Regierung will zumindest die Schulen unbedingt offen lassen und erwägt deshalb für Paris Ausgangssperren auch an Wochenenden, zusätzlich zu der abendlichen Ausgangssperre ab 18.00 Uhr. An Teilen der Côte d'Azur und in Dünkirchen am Ärmelkanal dürfen die Menschen ihre Wohnungen bereits ab diesem Wochenende nur noch aus triftigem Grund verlassen.

In Paris ist die Zahl der Neuinfektionen laut den Gesundheitsbehörden auf mehr als 300 pro 100.000 Einwohner gestiegen - das Sechsfache des Alarmwerts von 50. Experten führen dies unter anderem auf die zuerst in Großbritannien festgestellte Corona-Variante zurück.

lob/lan