Rush-Schlagzeuger Neil Peart ist gestorben

Neil Peart bei einem Rush-Konzert 2015 (Bild: Mat Hayward/Getty Images)

Rush-Drummer Neil Peart ist im Alter von 67 gestorben, wie Vertreter der Band und seiner Familie mehreren US-Medien mitteilten. Todesursache war ein Hirntumor.

Der Musiker litt demnach seit über drei Jahren an der Krebserkrankung, die er nicht öffentlich gemacht hatte. “Er hat seinen unglaublich tapferen, dreieinhalbjährigen Kampf mit dem Gehirnkrebs verloren”, schreiben seine Bandkollegen in einer Mitteilung. Peart starb bereits am Dienstag im kalifornischen Santa Monica.

Peart galt als einer der besten Schlagzeuger der Rockgeschichte. Er wurde 1974 Mitglied der kanadischen Progressive-Rock-Pioniere Rush, nachdem deren Originaldrummer John Rutsey ausgestiegen war. Es war der letzte Besetzungswechsel in der Geschichte des Trios, das neben Peart aus Gitarrist Alex Lifeson und Bassist und Sänger Geddy Lee bestand.

Rush veröffentlichten über Jahrzehnte wegweisende Alben und erarbeiteten sich einen Ruf als legendäre Liveband. Neben dem Schlagzeugspiel schrieb Peart auch fast alle Texte der Band. Er verfasste zudem mehrere autobiografische Bücher, in denen er unter anderem den Verlust seiner ersten Familie verarbeitete: Seine Tochter Selena Taylor kam im August 1997 bei einem Autounfall ums Leben, seine erste Ehefrau Jacqueline Taylor erlag zehn Monate später einer Krebserkrankung.

Peart verließ Rush 2015 mit der Begründung, dass er mehr Zeit mit seiner zweiten Familie verbringen wolle. Er hatte im Jahr 2000 erneut geheiratet, 2009 brachte Ehefrau Carrie Nuttall die gemeinsame Tochter Olivia zur Welt. Die restlichen Bandmitglieder verzichteten darauf, sich einen Ersatz zu suchen und gaben 2018 die Auflösung der Band bekannt.