Russische Behörden leiten Ermittlungen gegen von Hagens "Körperwelten" ein

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Beispiel einer "Körperwelten"-Ausstellung

Die russischen Behörden haben am Mittwoch Ermittlungen gegen die "Körperwelten"-Ausstellung des deutschen Anatomen Gunther von Hagens eingeleitet. Es müsse geprüft werden, ob die Ausstellung "moralische Werte" und die Gefühle von Gläubigen verletzte, erklärte der Leiter des Untersuchungsausschusses, Alexander Bastrikin. Die Ausstellung mit plastinierten menschlichen Körpern und Körperteilen läuft seit dem 12. März in Moskau. Eine Online-Petition gegen "Körperwelten" hat bisher 900 Unterschriften gesammelt.

Von Hagens hatte die Methode der Plastination entwickelt, um menschliche Leichen in einem dauerhaften Konservierungsverfahren aufzubereiten. Seit den 90er Jahren zieht der 76-Jährige mit "Körperwelten" um die Welt und sorgt dabei immer wieder für Kontroversen. Von Hagens macht jedoch geltend, dass er nur die Leichen von Menschen ausstelle, die vor ihrem Tod ausdrücklich zugestimmt hätten. Auch seine eigene Leiche will er nach seinem Tod ausstellen lassen.

ao/ans