Russische Linienmaschine in Moskau verunglückt

Flugzeg kam von Landebahn ab / Vier Todesopfer

Mindestens vier Menschen sind bei einem Flugzeugunglück am Moskauer Flughafen Wnukowo getötet worden. Eine russische Linienmaschine schoss über die Piste hinaus und durch eine Absperrung auf eine Autobahn am Flughafen, wie die Behörden mitteilten. Das Flugzeug fing Feuer und zerbrach in mehrere Teile.

Nach jüngsten Erkenntnissen seien vier Insassen getötet und vier weitere verletzt worden, sagte ein Mitarbeiter der Innenministeriums der Nachrichtenagentur RIA Nowosti. Laut Katastrophenschutzministerium waren acht Menschen an Bord der Maschine, wie die Nachrichtenagentur ITAR-TASS berichtete; eine Sprecherin des Ministeriums hatte zuvor von vier Besatzungsmitgliedern und acht Passagieren gesprochen. Laut Gesundheitsministerium trugen zwei der Toten Pilotenuniformen. Die vier Verletzten schwebten mit Kopfverletzungen in Lebensgefahr.

Die aus Pardubice in Tschechien kommende Maschine war nach Angaben eines tschechischen Flughafenmitarbeiters auf einem Leerflug zurück nach Moskau. Die Unglücksursache war zunächst unklar. Wie das Staatsfernsehen berichtete, wollte der Pilot möglicherweise durchstarten und habe auch in Erwägung gezogen, auf einem anderen der drei Moskauer Flughäfen zu landen. Eine Untersuchung wurde eingeleitet. Ein Sprecher der Ermittler sagte, ein Pilotenfehler sei am wahrscheinlichsten. Zum Zeitpunkt des Unglücks herrschte heftiges Schneetreiben.

Das russische Fernsehen zeigte Bilder der in drei Teile zerborstenen Maschine. Den Angaben zufolge handelte es sich um eine Tupolew 204 der Fluggesellschaft Red Wings. Der Airport am Stadtrand Moskaus und die Flughafen-Autobahn Richtung Kiew wurden vorübergehend gesperrt. Der Flughafen öffnete um 16 Uhr MEZ wieder.

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