Russische TikTok-Aktivistin (25) in Donezk ums Leben gekommen

Eine 25-jährige Russin, die als Polit- und Internet-Aktivistin im Donbas unterwegs war, ist in der Region Donezk durch eine Mine verletzt worden und im Krankenhaus verstorben. Mehrere Medien - darunter die ukrainische Nachrichtenplattform Pravda.ua - melden den Tod von Zemfira Suleymanova. Offenbar ist ein Auto, in dem sie saß, auf die Mine gefahren.

In einigen Quellen wird sie als Journalistin des Kreml-Propaganda-Senders "Russia Today" bezeichnet, doch RT bestreitet, dass Zemfira Suleymanova für das Medienunternehmen im Donbas war. Sie habe überhaupt nicht für den Sender gearbeitet, sondern sei als Aktivistin in der Ukraine unterwegs gewesen.

Auf Twitter meldet auch der belarussische Oppositionskanal Nexta den Tod der jungen Russin. Dabei wird Zemifra Suleymanova als "Kriegsreporterin" in Anführungszeichen und Aktivistin der nationalbolschewikischen Partei "Anderes Russland" bezeichet, die dafür eintrete, dass die russisch-sprechende Bevölkerung von Belarus und dem Norden Kasachstans zu Russland gehören sollten.

Ursprünglich war die Partei "Anderes Russland" eine Oppositionsbewegung gegen den Kreml und Wladimir Putin.

Auch laut der Internet-Plattform Clicker hat die Partei "Anderes Russland" den Tod von Zemfira Suleymanova bestätigt. Die in Russland nicht offiziell registrierte Partei veröffentlicht auch Fotos, die Zemfira oder Mira in der Ukraine zeigen sollen.

Tatsächlich gibt es einen Nachruf auf die TikTok-Aktivistin, die am 15. August im Donbas verstorben ist.

Auf einem Foto steht Mira neben einer Fahne des russischen Kriegssymbols Z und einer Handgranate. Sie sei in den Donbas gereist, um den Menschen zu helfen und sie zu informieren.

Dann wird Zemfira Suleymanova mit ebenfalls verstorbenen Parteimitgliedern in eine Reihe gestellt: "Sie ist jetzt in der Gruppe der Toten zusammen mit Eduard Limonov, mit Ilya Guriev und Evgeny Pavlenko, mit Yuri Chervochkin und Andrei Grebnev. Schlaf gut, mein Schatz, wir werden uns rächen."

In der Ukraine sind durch Russlands Angriffskrieg seit dem 24. Februar nach UN-Angaben von Mitte Juli mehr als 5.000 Zivilpersonen getötet worden. In Wirklichkeit sind es wohl sehr viel mehr.

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