Russischer Rückzug aus Charkiw: "Anerkennung eigener Unfähigkeit"

Euronews-Expertin Sasha Vakulina analysiert die jüngsten Kampfhandlungen und Truppenbewegungen in der Ukraine: "Die russischen Streitkräfte haben in den letzten 24 Stunden nirgendwo in der Ukraine nennenswerte Fortschritte gemacht, während die ukrainischen Streitkräfte nordöstlich von Charkiw weiter an Boden gewonnen haben.

Werfen wir einen genaueren Blick auf die Einschätzung des Institute for the Study of War: Die ukrainische Gegenoffensive nördlich der Stadt Charkiw hat die russischen Truppen in die Defensive gedrängt sowie Verstärkungs- und Nachschubmaßnahmen erforderlich gemacht, um ein weiteres Vorrücken der ukrainischen Truppen in Richtung der russischen Grenze zu verhindern.

"Stillschweigende Anerkennung von Unfähigkeit"

Der Rückzug der russischen Streitkräfte aus Charkiw ist eine stillschweigende Anerkennung der eigenen Unfähigkeit, wichtige ukrainische Städte einzunehmen, in denen Moskau mit nur begrenztem Widerstand der Bevölkerung rechnete, so das britische Verteidigungsministerium. Es fügte hinzu: Nach ihrer Wiederaufstellung werden diese Kräfte wahrscheinlich am Ostufer des Flusses Siverskij Donez stationiert werden und eine Blockadeeinheit bilden, die die westliche Flanke von Russlands Hauptstreitkräftekonzentration und die wichtigsten Nachschubwege für die Operationen um Izium schützen soll.

Im Moment sind die russischen Bemühungen entlang der Südachse und in den Gebieten Donezk und Luhansk ebenfalls ins Stocken geraten, und die russischen Streitkräfte haben angesichts der anhaltend erfolgreichen ukrainischen Verteidigung keine nennenswerten Fortschritte erzielt.

Die russischen Streitkräfte setzten zwar ihre Bemühungen fort, ukrainische Stellungen im Gebiet Sewerodonezk-Rubischne-Lysytschansk einzukreisen, erzielten jedoch keine bestätigten Fortschritte. Sie haben ukrainische Stellungen um Izyum beschossen, aber keine bestätigten Vorstöße unternommen.

Austausch in Mariupol?

Russische Streitkräfte führten weiterhin Bodenangriffe gegen ukrainische Stellungen im Azovstal-Stahlwerk durch, unterstützt durch Luft- und Artillerieangriffe.

Die ukrainische Regierung hat angeboten, russische Kriegsgefangene im Gegenzug für die Evakuierung verwundeter ukrainischer Soldaten aus dem Asowstal-Werk freizulassen.

Im Stadtgebiet von Mariupol wurden Tausende von Zivilisten getötet, und das "wahre Ausmaß" der mutmaßlichen Gräueltaten ist noch nicht bekannt.

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