Russischer und US-Astronaut starten gemeinsam zur Raumstation ISS

Eine Sojus-Rakete mit dem Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und dem US-Astronauten Jack Fischer hob am Donnerstag vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan zur ISS ab

Zwei Raumfahrer aus Russland und den USA sind am Donnerstag gemeinsam zur Internationalen Raumstation ISS gestartet. Eine Sojus-Rakete mit dem Kosmonauten Fjodor Jurtschichin und dem US-Astronauten Jack Fischer hob um 09.13 MESZ vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Sechs Stunden später sollten sie an der ISS andocken.

Es ist das erste Mal seit 2003, dass eine Zwei-Mann-Crew zur ISS geschickt wird. Normalerweise sind drei Raumfahrer an Bord. Für den Kommandeur Jurtschichin ist es bereits die fünfte Weltraummission, während Fischer das erste Mal ins All startete. Die beiden sollen fünf Monate an Bord der ISS bleiben. Auf der Raumstation treffen sie das Team um die Nasa-Astronautin Peggy Whitson. Während zwei Astronauten demnächst auf die Erde zurückkehren, bleibt Whitson noch drei Monate länger dort.

Vor seinem ersten Weltraumflug gab der frühere Luftwaffenpilot Fischer Nasa TV ein emotionales Interview. Er werde auf seinem Flug "an Papa" denken, sagte der 43-Jährige. Sein an Krebs gestorbener Vater habe ihn ermutigt, seinen Traum wahr zu machen, Astronaut zu werden.

Sei 58-jähriger russischer Kollege Jurtschichin hat insgesamt schon 537 Tage im All verbracht, mehr als jeder US-Astronaut. Landsmann Gennadi Padalka brachte es allerdings auf 879 Tage im All.

Die ISS ist eines der wenigen Beispiele für eine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA. Sie kreist seit 1998 um die Erde.

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