Russland und Abhör-Vorwürfe: Geheimdienstausschuss wird zum Debakel für Trump

Die  Sitzung des Geheimdienstausschusses im amerikanischen Kongress hatte noch gar nicht begonnen, als Donald Trump schon zum Gegenschlag ausholte. „Die Demokraten haben die Russen-Geschichte als Entschuldigung für ihre furchtbare Wahlkampagne erfunden“, twitterte der US-Präsident am frühen Montagmorgen: „Der Kongress, das FBI und andere sollten sich lieber um die Durchstechereien von Geheiminformationen kümmern. Sie müssen die Informanten jetzt finden!“

Das Ablenkungsmanöver kam nicht von ungefähr. Offenbar ahnte Trump bereits vor Sonnenaufgang, dass dies ein miserabler Tag für ihn werden würde. Erstmals nämlich sagten James Comey, der Chef der Bundespolizei FBI, und Mike Rogers, der Chef des Auslandsgeheimdienstes NSA, vor laufenden Kameras zur möglichen Einflussnahme Russlands im US-Wahlkampf aus. Es war absehbar, dass die oppositionellen Demokraten das Ereignis auch nutzen würden, um Trumps Behauptung zu überprüfen, er sei im Wahlkampf von Ex-Präsident Barack Obama abgehört worden.

Justizministerium und FBI ohne Beweise für Trumps Anschuldigungen

„Bei allem Respekt für die Tweets des Präsidenten“, erklärte FBI-Boss Comey ebenso förmlich wie vernichtend: „Ich habe keine Informationen, die diese Tweets unterstützen. Und wir haben das beim FBI sehr sorgfältig überprüft.“ Doch damit war Trumps Blamage noch nicht vollendet. Comey betonte, er sei vom Justizministerium beauftragt, dieselbe Antwort zu geben. Auch dort habe man keine Hinweise,...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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