Russland registriert neue Tageshöchstwerte bei Corona-Neuinfektionen und -Toten

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Neue Corona-Höchstwerte in Russland

Russland hat neue Tageshöchstwerte bei den Corona-Neuinfektionen und -Todesfällen registriert. Am Donnerstag meldeten die Gesundheitsbehörden 29.935 Neuansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus sowie 635 Todesfälle binnen 24 Stunden. Russland hat nach offiziellen Zahlen die vierthöchste Corona-Fallzahl weltweit: Mehr als 2,96 Millionen Menschen steckten sich in dem riesigen Land mit dem Virus an.

53.096 Infizierte in Russland starben nach Angaben der Behörden. Angesichts der im Vergleich zu anderen stark betroffenen Ländern niedrigen Corona-Sterberate vermuten Experten, dass die russischen Behörden die Opferzahl herunterspielen. Die Übersterblichkeit in Russland zwischen März und Oktober von fast 165.000 Todesfällen weist auf eine deutlich höhere Zahl der Corona-Toten als angegeben hin.

Aus dem Corona-Hotspot Moskau war am Mittwoch ein neuer Rekord der täglichen Neuansteckungen gemeldet worden. Kurz zuvor hatten Behördenvertreter versichert, dass Russland keinen neuen landesweiten Lockdown wie den im Frühling brauche. Staatschef Wladimir Putin betonte in seiner Jahresend-Pressekonferenz vergangene Woche: "Wenn wir die Regeln und Forderungen der Gesundheitsbehörden einhalten, dann brauchen wir keinerlei Lockdowns."

Russland setzt im Kampf gegen die Pandemie auch auf seinen eigenen Corona-Impfstoff Sputnik V. In Moskau hat bereits eine Impfkampagne begonnen, bei der zuerst Hochrisiko-Gruppen wie Beschäftigte im Gesundheitswesen und Lehrer dran sind. Laut einer Umfrage des staatlichen Instituts VTsIOM vom Mittwoch wollen sich allerdings nur 38 Prozent der Russen gegen das neuartige Coronavirus impfen lassen.

Die Ukraine überschritt am Donnerstag die Marke von einer Million nachgewiesenen Corona-Infektionen. Wie das Gesundheitsministerium in Kiew mitteilte, sind derzeit rund 352.000 Menschen infiziert. Mehr als 631.000 seien bereits von einer Corona-Infektion genesen. Die Zahl der Neuinfektionen betrug am Donnerstag 11.490, die Opferbilanz stieg binnen 24 Stunden um 223 auf 17.395 Todesfälle.

Die ukrainische Regierung will 2021 und 2022 mindestens die Hälfte der Bevölkerung gegen Corona impfen lassen. Allerdings hat das Land noch keinerlei Verträge für die Lieferung von Impfstoffen abgeschlossen. "Wir hoffen sehr, bis Ende des Jahres Verträge abzuschließen", erklärte Gesundheitsminister Maxim Stepanow am Donnerstag. Dann könne im Februar mit den Corona-Impfungen begonnen werden. Im Frühling soll die Ukraine acht Millionen Impfdosen im Rahmen des Hilfsmechanismus Covax bekommen.

yb/lan