Russland setzt Vereinbarung mit USA über syrischen Luftraum aus

Russland hat nach dem US-Angriff auf einen syrischen Militärstützpunkt eine mit den USA geschlossene Vereinbarung über die Vermeidung von Zusammenstößen im syrischen Luftraum ausgesetzt

Russland hat nach dem US-Angriff auf einen syrischen Militärstützpunkt eine mit den USA geschlossene Vereinbarung über die Vermeidung von Zusammenstößen im syrischen Luftraum ausgesetzt. Russland setze das "Memorandum mit den USA über die Vermeidung von Zwischenfällen bei Flügen während Militäreinsätzen in Syrien" aus, erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Freitag. Bislang hatten beide Länder Daten über Flugbewegungen ausgetauscht, um Kollisionen zu verhindern.

Zuvor hatte der Kreml den US-Raketenangriff vom Freitagmorgen auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt scharf verurteilt. Es handele sich um einen "Angriff gegen einen souveränen Staat". Dieser füge den Beziehungen zu Washington "beträchtlichen Schaden" zu.

Die russische Regierung forderte laut dem Außenministerium eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrat, um über die derzeitige Lage zu beraten. Der US-Angriff sei eine gravierende "Verletzung des internationalen Rechts".

Der UN-Sicherheitsrat hatte sich am Mittwoch mit dem mutmaßlichen Giftgasangriff in Syrien vom Dienstag befasst. Russland blockierte jedoch eine Resolution, die den Angriff verurteilt und eine Untersuchung verlangt.

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