Russland: Wachstum und weniger Inflation ermöglichen niedrigeren Leitzins

Die russische Zentralbank hat ihren Leitzins überraschend gekappt und weitere Senkungen im Lauf des Jahres in Aussicht gestellt.

Der Schlüsselsatz wird von 10,0 auf 9,75 Prozent zurückgenommen. Das ist das niedrigste Niveau seit 2014. Die Zentralbank begründete ihre Maßnahme mit der niedrigen Inflation – 4,3 Prozent – und der wirtschaftlichen Erholung – sie rechnet 2017 nach zwei Jahren Rezession mit 1,5 Prozent Wirtschaftswachstum.

#Russia: Real gross domestic product (GDP) growth rate from 2010 to 2020 (compared to the previous year) pic.twitter.com/F2rlvWNVtp— Rokas Beresniovas (@beresniovas) 2. November 2016

Im Januar war der Warenkorb noch 5 Prozent teurer gewesen als ein Jahr zuvor. Angepeilt sind vier Prozent.

Despite cautious guidance, we anticipate greater than expected pace of rate cuts from the Central Bank of Russia https://t.co/CYS5a6KJkx pic.twitter.com/hBvJiUK0tY— Fathom Consulting (@fathommacro) 24. März 2017

Die Zentralbank hatte im Herbst 2014 den Rubel freigegeben – ein lang geplantes Vorhaben, das unter dem Schock des Ölpreisverfalls aber zunächst sehr schmerzhaft war. Der Rubel brach ein, die Importpreise stiegen, und damit die Inflation – bis auf 17 Prozent.

In den vergangenen Wochen war der Rubel vielen russischen Politikern sogar zu stark geworden.

su mit Reuters

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