Russland warnt Westen vor Ansprüchen in der Arktis

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Eisberg östlich von Grönland

Russland hat den Westen vor Besitzansprüchen in der Arktis gewarnt. "Für jeden ist seit Langem vollkommen klar, dass dies unser Territorium ist, das ist unser Land", sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau. Russland sei für die "Sicherheit der Arktischen Küste" verantwortlich, betonte der Minister wenige Tage vor einem Ministertreffen des Arktischen Rates, dem die acht Anrainerstaaten der Arktis angehören.

Durch die Erderwärmung wird die Arktis immer besser erreichbar. Dadurch wächst das Interesse der Anrainerstaaten, aber auch Chinas, an der Region - wegen der strategischen Lage, der natürlichen Ressourcen des Nordpols und wegen der Schiffsrouten.

Dem Arktischen Rat gehören neben Russland die USA, Kanada, Norwegen, Dänemark, Schweden, Finnland und Island an. Sie kommen am Mittwoch und am Donnerstag zu einem Treffen in Reykjavik zusammen.

US-Außenminister Antony Blinken hatte Russland im vergangenen Monat davor gewarnt, die durch den Klimawandel entstehenden Veränderungen "auszunutzen". Russland hat in den vergangenen Jahren in seine militärische Infrastruktur und in die Gewinnung von Bodenschätzen in der Arktis investiert.

Auch die Nato berät im Juni über die zunehmende russische Präsenz in der Arktis. Auf die riesigen Öl- und Gasvorkommen am Nordpol erheben auch andere Länder wie die USA und Norwegen Ansprüche.

ut/bfi