Russland weist Verwicklung in Hackerangriffe auf Yahoo zurück

Das US-Internetunternehmen Yahoo soll nach seiner Übernahme durch den US-Telekommunikationsriesen Verizon offenbar mit der Verizon-Tochter AOL zu einer Einheit verschmelzen, die offenbar den Namen Oath tragen soll

Russland hat jede Verantwortung für Hackerangriffe auf den Internetkonzern Yahoo zurückgewiesen. Von einer "offiziellen Verwicklung eines russischen Geheimdienstes" in illegale Cyber-Aktionen könne "absolut keine Rede" sein, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag vor Journalisten. Das habe Moskau auch schon mehrfach erklärt.

Russland reagierte damit auf eine Klage der US-Justiz gegen zwei Mitarbeiter des russischen Geheimdienstes FSB. Wie das US-Justizministerium am Mittwoch in Washington mitgeteilt hatte, zielten die Angriffe aus dem Jahr 2014 unter anderem auf die Yahoo-Konten von Regierungsmitarbeitern der USA und Russlands sowie russischer Journalisten ab.

Insgesamt wurden vier Verdächtige angeklagt. Neben den beiden FSB-Agenten handelt es sich den Angaben zufolge um zwei "kriminelle Hacker". Einer von ihnen ist ebenfalls Russe, der andere hat die doppelte kasachisch-kanadische Staatsbürgerschaft.

Yahoo hatte im September mitgeteilt, dass im Jahr 2014 Daten von rund 500 Millionen Nutzern entwendet worden seien. Das Unternehmen sprach damals von einem möglicherweise "staatlich organisierten" Cyberangriff.

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