Söder: Völlig neue Corona-Regeln in Bayern ab Donnerstag

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Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt zur ersten Sitzung des bayerischen Kabinetts nach der Sommerpause.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kommt zur ersten Sitzung des bayerischen Kabinetts nach der Sommerpause.

Für die Menschen in Bayern ändert sich im Hinblick auf die Corona-Maßnahmen am Donnerstag Einiges. Es geht um die Maskenpflicht, Kontaktbeschränkungen und die Sperrstunde in der Gastronomie.

In Bayern gelten von Donnerstag (2. September) an neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen. 

Zudem hat nach dem Kabinettsbeschluss vom Dienstag die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen quasi ausgedient - bis auf den Grenzwert 35: Bei mehr als 35 Neuinfektionen binnen sieben Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt gilt dort in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz: Zugang zu vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem aktuellen negativen Corona-Test.

Konkret gilt die 3G-Regel dann unter anderem für Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, Kulturevents, Theater, Kinos, Museen, die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Hochschulen, Bibliotheken und weitere Freizeiteinrichtungen aller Art.

Kein Fokus auf 2G-Regel

Das umstrittene 2G-Modell will die Staatsregierung im Unterschied zu Hamburg nicht vorantreiben. Söder machte klar, dass beim Zutritt zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen oder Fitnessstudios Getestete den Geimpften und Genesenen gleichgestellt blieben. 2G sei auch in Bayern "theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen", sagte Söder. Das "Herzstück" der Verordnung in Bayern heiße 3G.

Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für Privaträume, den Handel und den öffentlichen Nahverkehr - sowie für noch nicht eingeschulte Kinder und für Schüler: "Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet", heißt es im Beschluss des Kabinetts. Schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sind stattdessen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung.

"Neues Kapitel" ohne Lockdown

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sprach von einem "neuen Kapitel" im Kampf gegen das Coronavirus. Einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle schloss er aus. Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft. "Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten." 

Rechtzeitig vor dem Schulstart nach den Sommerferien ist nun auch klar: Bayerns Schüler und Schülerinnen werden künftig nicht mehr in den Wechselunterricht geschickt werden, wenn die Infektionszahlen steigen. Allerdings müssen Schülerinnen und Schüler im neuen Schuljahr bis auf weiteres Masken tragen - auch an ihrem Platz.

Clubs und Diskotheken sollen nach Worten Söders ab Oktober wieder öffnen können. Das sei "sicherlich die mutigste Entscheidung", sagte Söder. Es sollen nur Menschen Zutritt haben, die von Covid-19 genesen, geimpft oder negativ darauf getestet wurden. Dabei reiche allerdings kein Schnelltest, sondern es müsse ein PCR-Test sein.

Video: Impfen in der Berliner S-Bahn

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