Südafrikas Präsident: Hundehaltung nichts für Afrikaner

Zuma kritisiert Tierhaltung als Teil "weißer" Kultur

Der südafrikanische Staatschef Jacob Zuma hat sich mit einer Aussage zum Thema Hundehaltung Kritik eingehandelt. Zuma sagte, dass der Kauf eines Hundes, Gassigehen und Besuche beim Tierarzt nicht afrikanisch seien und zur "weißen" Kultur gehörten, wie südafrikanische Medien berichteten. Haustierhaltung sei ein beunruhigender Trend, bei dem schwarze Afrikaner versuchten, sich wie Weiße zu verhalten. Die Äußerung sorgte für Kritik bei Menschen jeglicher Hautfarbe.

Ein Nutzer des Internetdienstes Twitter bemerkte sarkastisch, dass der Besitz "deutscher Autos, italienischer Anzüge und irischen Whiskeys" hingegen "alte afrikanische Traditionen" seien. Ein Sprecher des Präsidenten erklärte daraufhin, Zuma habe versucht, "den afrikanischen Verstand zu entkolonialisieren". Mit der Äußerung sei gemeint gewesen, dass "unsere Liebe zu unseren Tieren nicht über unsere Liebe zu anderen Menschen gestellt" werden solle. Der Sprecher verwies dabei auf Fälle, bei denen Hundebesitzer ihre Tiere besser behandelten als ihre Hausangestellten - etwa im Falle von Krankheit.