Südstadtsafari in Köln: „Hier ist immer etwas in Bewegung“

Für die Südstadt-Safari hat Organisator Daniel Rabe mehr Teilnehmer gewinnen können.

Herr Rabe, in eigenen Worten als Organisator der Aktion: Was ist die Südstadt-Safari?

Die Südstadt-Safari ist ein Hopping-Format, bei dem aber alle mitmachen können. Nicht nur Restaurants und Kneipen, sondern auch der Einzelhandel, Praxen, Kirchen – eigentlich alles, was es in der Südstadt gibt.

Wir lassen auch komplett frei, was die Leute machen und anbieten. Die einzige Vorgabe ist, dass es nicht „Ballermann“-mäßig sein soll. Es soll eben den Charakter der Südstadt unterstreichen.

Vergangenes Jahr gab es schon die erste Auflage der Südstadt-Safari. Wie war da das Feedback?

Vor allem die kleinen Läden hatten einen super Tag. Also ist unsere Idee sehr gut aufgegangen. Wir hatten zwar nicht so gutes Wetter und hatten damit gerechnet, dass gar nicht so viel passieren würde. Aber dann passierte doch ziemlich viel.

Die Straßen waren voll, die Bars auch. Ich weiß nicht genau, wie viele Leute da waren. Aber am Ende hatten wir keine Übersichts-Hefte mehr, davon gab es 30 000.

Was macht für Sie die Südstadt aus?

Ich habe hier selbst lange gewohnt, mittlerweile arbeite ich hier nur noch, betreibe die Bagatelle und den Alteburger Hof, und gehe natürlich auch viel aus. Es ist einfach toll, was für Leute hier wohnen. Die sind alternativ, vernünftig und denken auch noch ein bisschen nach, auch politisch. Hier ist immer etwas in Bewegung.

Und die Südstadt ist natürlich schön, viele schöne Häuser stehen hier. Und was ich total liebe, ist eine gut funktionierende Kneipen-Kultur. Hier hast du die Ubierschänke, das Terrarium, die Torburg, das Teutoburger Treppchen, den Pitter. Und da sind wirklich Leute von 20 bis 80 Jahren an der Theke. Das ist einfach nett.

In Ehrenfeld gibt es das Ehrenfeld-Hopping, in Nippes die Nippes-Nacht. Was macht die Südstadt-Safari besonders?

Auch die anderen Hopping-Formate sind super, aber ich bin der Meinung, dass die Südstadt mehr zu bieten hat. Hier gibt es Theater, hier gibt es Kunst und alle sind beteiligt. Es sind eben nicht nur Bars oder Galerien. Gerd Köster liest zum Beispiel vorne in einer Apotheke. Die Vielfalt ist einzigartig. Das liegt aber nicht an dem Format, sondern an der Südstadt selbst.

Vergangenes Jahr haben 70 Kneipen, Theater, Restaurants mitgemacht. Dieses Jahr sind es schon 150. Was erwartet die Besucher 2017 nach dem erfolgreichen Start 2016?

Das Konzept ist das gleiche wie im vorigen Jahr. Ein Highlight der neuen Ausgabe wird bestimmt der Trödelmarkt am Bauspielplatz sein. Die Einnahmen sind für einen guten Zweck bestimmt.

Im Innenhof der Lutherkirche wird es Musik und Essen geben. Und am Abend folgt dann die „Jalla Yalla“-Party, die ein paar Mal im Jahr in der Kirche stattfindet. Dieses Mal eben im Rahmen der Safari.

Und ansonsten ist es einfach ein nettes Zusammensein, in Kneipen oder Restaurants. Der Chlodwigplatz wird bestimmt auch wieder recht voll sein, da müssen wir allerdings aufpassen, dass es nicht zu Ruhestörungen kommt.

Daniel Rabe betreibt den Alteburger Hof und die Bagatelle. Seit 2016 organisiert er die Südstadt-Safari. Mehr Infos unter www.facebook.com/suedstadtsafari.

Das Interview führte Lukas Hansen

Suedstadtsafari

Die zweite Auflage der Südstadt-Safari findet am 6. Mai ab 15 Uhr statt. Viele Einzelhändler, wie Schmuck- oder Kleidungsläden, nehmen an der Aktion teil und organisieren für den Anlass Angebote. Auch Bars, Kneipen und Restaurants machen bei der Safari mit. Das Ende ist offen.

Für einen Überblick werden vor und während der Südstadt-Safari Hefte verteilt, in denen alle beteiligten Händler und Lokale aufgelistet sind. Außerdem fahren an dem Abend elektrische Rikschas durch die Südstadt und bringen Besucher von Veranstaltungsort zu Veranstaltungsort....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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