Nach Saarland-Wahl: CDU feiert „tollen Start ins Wahljahr“ – SPD mit Durchhalteparolen

In Berlin schauen die Parteien nach dem Saarland bereits auf die nächsten Wahlen.

Martin Schulz hält sich am Rednerpult im Willy-Brandt-Haus fest. Er atmet erst mal tief durch, bevor er zu sprechen beginnt. Der neue SPD-Vorsitzende sagt, er habe noch am Nachmittag gehofft, seine Partei werde bei der Wahl im Saarland gleichauf mit der Union liegen, vielleicht an der Spitze. Für Sozialdemokraten gebe es „gute Tage“ und „weniger gute Tage“. Und: „Ich kann den heutigen Tag nicht zu den guten Tagen zählen.“ Es ist ein klarer, ehrlicher Ton, der die Niederlage nicht beschönigt.

Es ist die erste Landtagswahl, seit klar ist, dass Martin Schulz als Kanzlerkandidat der SPD antritt. Seit die Partei in den Umfragen spürbar zugelegt hat und Tausende in die Partei eingetreten sind. Das hat der Wahl im kleinen Saarland eine besondere bundespolitische Bedeutung verliehen.

Kein Jubel im Willy-Brandt-Haus

Denn es ist ja so: Wird im Fußball ein neuer Trainer mit reichlich Vorschusslorbeeren überhäuft, bekommt das erste Spiel – und sei es ein eher unbedeutendes Testspiel – große Aufmerksamkeit. Schulz selbst verweist an diesem Abend darauf, dass er ein „alter Fußballer“ sei. Er setzt hinzu: „Wenn du am Anfang des Spiels einen reinbekommst, dann muss die Mannschaft zusammenstehen und kämpfen.“ Es ist als Mahnung an die eigene Partei zu verstehen, jetzt nicht in alte Muster zu zerfallen – und übereinander herzufallen statt mit dem Gegner zu ringen.

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