Im Saarland zeichnet sich höhere Wahlbeteiligung ab

Angela Merkel

Bis 14.00 Uhr hätten 32,6 Prozent der rund 800.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, erklärte die Landeswahlleiterin am Sonntag. 2012 waren es um diese Uhrzeit 31,1 Prozent. Die Wahllokale sind noch bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Urnengang im kleinsten deutschen Flächenland gibt den Startschuss für das Wahljahr 2017, das am 24. September mit der Bundestagswahl endet. Sie gilt außerdem als erster Stimmungstest für den neuen SPD-Chef Martin Schulz.

Umfragen zufolge könnte es an der Saar zu einem Wechsel von der großen Koalition unter CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zu einem rot-roten Regierungsbündnis kommen. Anfang des Jahres hatte Kramp-Karrenbauer in Umfragen noch wie die sichere Siegerin ausgesehen. Zuletzt sagten die Wählerbefragungen aber ein eher knappes Rennen voraus.

Ein rot-rotes Regierungsbündnis wäre die erste Koalition von SPD und Linken in einem westdeutschen Bundesland. Dem ZDF-Politbarometer vom Donnerstag zufolge lag die CDU zuletzt bei 37 Prozent, die SPD unter ihrer Spitzenkandidatin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Anke Rehlinger bei 32 Prozent und die Linkspartei bei 12,5 Prozent. Die AfD wurde mit sechs Prozent gemessen, während Grüne, FDP und Piraten um ihren Einzug in den Landtag in Saarbrücken bangen müssten.

Vor der Bundestagswahl finden im Mai noch in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen Wahlen statt. Erste Prognosen zum Ausgang der Saarland-Wahl werden bereits um 18.00 Uhr erwartet.

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