Deshalb sagte Rihanna für die Superbowl-Halbzeitshow ab

teleschau

Auf der Bühne der Superbowl-Halbzeitshow stehen jedes Jahr die größten Musikstars der Welt. Rihanna jedoch schlug das Angebot aus. Die Gründe für ihre Absage enthüllte die Sängerin nun in einem Interview.

Die Rolling Stones waren dabei, Paul McCartney und Madonna ebenfalls, und selbst der "King of Pop" Michael Jackson gab sich einst in der Superbowl-Halbzeitshow die Ehre. Eine jedoch verzichtet bewusst auf einen Auftritt vor mehreren hundert Millionen TV-Zuschauern weltweit: Rihanna. Im Interview mit der "Vogue" legte die 31-Jährige die Gründe für ihre Entscheidung offen. Sie lehnte ein entsprechendes Angebot der Football-Liga ab, da sie sich solidarisch mit dem Footballer Colin Kaepernick zeigen wollte. Jener hatte 2016 mit seinem berühmten Kniefall ein Zeichen gegen die Benachteiligung schwarzer Mitbürger gesetzt, was den Verantwortlichen der NFL offenbar missfiel. Der Quarterback verlor nach dem Vorfall seinen Vertrag und bekam seitdem kein neues Engagement, 2017 verklagte er die Football-Liga wegen "systematischer Ausgrenzung".

"Ich konnte es nicht wagen, so etwas zu tun. Wer würde davon profitieren? Nicht meine Leute", erläuterte Rihanna zur Zurückweisung des Angebots. In Richtung NFL ließ die Sängerin deutliche Kritik ab: "Es gibt Dinge innerhalb dieser Organisation, mit denen ich überhaupt nicht einverstanden bin, und ich möchte ihnen nicht in irgendeiner Weise dienlich sein." "Ersatz" wurde inzwischen aber gefunden: In der Halbzeitshow des 54. Superbowl, der am 2. Februar 2020 stattfindet, treten Shakira und Jennifer Lopez auf.

Das "Reggae-Album" kommt

Außerdem kündigte Rihanna im Gespräch mit der "Vogue" neue Musik an. Das kommende Album sei demnach besonders vom Reggae beeinflusst. "Es wird nicht typisch für das sein, was man als Reggae kennt. Aber die Elemente davon wird man in allen Tracks spüren", erklärte der Superstar. Außerdem wies sie auf ihre karibischen Wurzeln hin und meinte: "Es liegt mir im Blut. Es spielt keine Rolle, wie weit oder lange ich von dieser Kultur entfernt bin, oder meiner Umgebung, in der ich aufgewachsen bin, sie geht nie weg." Wann ihr erstes Album seit 2016 erscheinen wird, verriet die Musikerin allerdings nicht.