Die Sahara sah früher völlig anders aus — dann kamen die Menschen

Annette Dönisch
Sahara

Vor 10.000 Jahren gedieh in der Sahara noch Grünes in Hülle und Fülle. Dann blieb der Monsunregen aus, die Pflanzen verschwanden und die Wüste breitete sich aus. Wissenschaftler rätseln bisher, was der Grund dafür gewesen sein könnte.

Der Archäologe David Wright von der Seoul National University hat nun eine Theorie aufgestellt, wonach die Menschen die Wüstenbildung der Sahara herbeigeführt haben könnten.

In einem wissenschaftlichen Aufsatz konnte der Archäologe nachweisen, dass die Ausbreitung des Menschen und der Buschvegetation zur gleichen Zeit stattfanden — etwa vor 8000 Jahren. Büsche und Unterholz deuten das Aufkommen einer Wüste an.

Wright behauptet, dass durch die Viehwirtschaft des Menschen die Pflanzen aufgefressen wurden und so mehr Sonnenlicht den Erdboden erreichen konnte. Vom Boden sei das Licht wieder in die Atmosphäre reflektiert worden.  Die verstärkte Rückstrahlung hätte einen Einfluss auf die Bedingungen in der Atmosphäre gehabt, sodass weniger Regen in der Region gefallen sei und sich die Wüste ausgebreitet habe.

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Der Archöloge fügt aber hinzu, dass seine Theorie noch ausgearbeitet werden müsse. Die Effekte der Pflanzenwelt auf das Klima nachzuvollziehen, ist außerdem sehr schwierig. Und Forscher der Uni Köln zeigten bereits 2006: Schon vor der fruchtbaren Phase der Sahara vor 10.000 Jahren war das Gebiet eine Wüste.  

Nachzulesen ist die Studie in dem Fachmagazin „Frontiers in Earth Science“

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