Von Salzburg bis Sarajevo: Grüne Helden räumen den Müll der anderen weg

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Spazieren gehen, freiwillig - und dann auch noch Müll einsammeln. Klingt nicht gerade nach großem Wochenendspaß.

Dass man Kinder - und Erwachsene - auch damit begeistern kann, zeigte der jüngste World Cleanup Day, ein weltweiter Umwelttag zur Säuberung von Stränden, Straßen, Flüssen und Wäldern.

50 Millionen Freiwillige in 180 Ländern waren diesmal beteiligt - auch in der Alpenrepublik Österreich koordiniert wie schon in den Vorjahren von der Umweltschutzorganisation "Green Heroes Austria".

Salzburg war einer der Sammelpunkte: Knapp 400 Kilogramm Müll an einem einzigen Tag kamen dort zusammen.

Beträchtlich. Vor allem, wenn man bedenkt, wie viel unnötiger Einwegmüll dabei war - Plastikverpackungen oder Mundschutzmasken. Und das mitten in unberührter Natur auf dem Berg.

"Wir ärgern uns sehr, dass viele Menschen achtlos mit der Natur umgehen und ihren Müll nicht wieder mitnehmen", ärgert sich eine Teilnehmerin, die trotzdem kräftig mit anpackt.

Abfall auf dem olympischen Berg

Auch in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo und deren Umland wurde am World Cleanup Day kräftig gesammelt. Ein Einsatzort der "Müllbrigade" war der Berg Trebevic am südlichen Stadtrand von Sarajevo, der bei den Olympischen Winterspielen 1984 für mehrere Veranstaltungen genutzt wurde - und für die Menschen hier eine wichtige symbolische Bedeutung hat, wie eine bosnische Teilnehmerin erläutert.

"Es liegt immer hier noch so viel Müll herum, weil die Leute viel unterwegs sind. Deshalb haben wir beschlossen, am World Clean Up Day gemeinsam mit dem Rest der Welt hier etwas für die Umwelt zu tun."

Kurz, es gibt noch eine Menge zu tun, nicht nur am World Cleanup Day. Apropos: Der nächste findet am 17. September 2022 statt.

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