Samenspende: "Am besten schon im Kita-Alter aufklären"

Was sollten Paare beachten, die sich Kinder per Samenspende wünschen? Was brauchen die sogenannten Spenderkinder? Eine Expertin gibt Rat

Doris Wallraff berät Paare, die sich ihren Kinderwunsch über eine Samenspende erfüllen wollen. Die Psychologin hat auch einen Ratgeber zum Thema geschrieben. Sie empfiehlt, Spenderkinder so früh wie möglich über ihre Herkunft aufzuklären.

Frau Wallraff, können Sie die diese Form der Familiengründung jedem empfehlen?

Doris Wallraff: Nein, es bedarf schon gewisser Voraussetzungen. Wichtig ist, dass die Entscheidung nicht aus einer Not heraus oder nur dem Partner zuliebe getroffen wird. Wer sich für die Familiengründung mit Samenspende entscheidet, sollte sich auf fremde Anteile in der eigenen Familie einlassen können und in der Lage sein, selbstbewusst damit umzugehen.

Wer sucht denn Spender?

Bei mir und den Kollegen vom "Beratungsnetzwerk Kinderwunsch Deutschland" melden sich meistens heterosexuelle Paare, die über Samenbanken einen Spender suchen. Genutzt wird die Samenspende aber auch von Single-Frauen und lesbischen Paaren. Von diesen suchen sich aber viele auch einen Spender im Internet oder im Bekanntenkreis. Oder sie gehen ins Ausland.

Warum wollen viele Paare lieber ein eigenes als ein adoptiertes Kind?

Die Chancen, ein Kind über eine Adoption zu bekommen, stehen in Deutschland relativ schlecht. Frauen, die gesund und noch keine vierzig sind, haben eine größere Chance, ein Baby mit Spendersamen zu bekommen. Das hat den Vorteil, selber eine Schwangerschaft und eine Geburt zu erleben, was für viele ein großer Wunsch ist. Die Frauen haben mehr Kontrolle. Und zumindest die Mütter...

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