Samstag, 25.Mai 2019: Das müssen Sie heute wissen

Nach dem Bombenanschlag in Lyon sucht die französische Polizei nach Beweisen. (Foto: Nicolas Liponne/Nur)

In den Straßen Lyons explodierte eine Bombe, Trump muss seine Mauerbau-Pläne vorerst auf Eis legen und in Irland liegen die Grünen vorne: der Überblick über die Nachrichten der Nacht und ein Ausblick auf den Tag.

Bombenanschlag in Frankreich

  • Anti-Terror-Ermittlungen nach Explosion in Lyon

Am frühen Freitagabend ging in der französischen Stadt Lyon eine Bombe hoch. Dreizehn Menschen wurden dabei verletzt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sprach von einem „Angriff“, Anti-Terror-Spezialisten der Pariser Staatsanwaltschaft haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie fahnden nach einem Verdächtigen, der mit einem Fahrrad geflohen sein soll. Berichten zufolge hatte ein Mann auf einem Mountainbike vor einer Bäckerei eine Tasche fallen lassen. Dabei handelte es sich um einen Sprengsatz mit Schrauben.

Trumps Mauerbau-Pläne vorerst gestoppt

  • Richter erließ einstweilige Verfügung gegen Trump

Ein Bundesrichter in Kalifornien hat den Plan von US-Präsident Donald Trump, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bauen, vorerst gestoppt. Er erließ eine einstweilige Verfügung, die der US-Regierung untersagt, Mittel aus dem Haushalt zu verwenden. Trump hatte Mitte Februar einen Nationalen Notstand erklärt, um ohne parlamentarische Zustimmung den Bau der Mauer finanzieren zu können. Der Kongress wollte die von Trump geforderte Summe nicht bewilligen.

Zuspitzung der Iran-Krise

  • USA wollen weitere 1500 Soldaten nach Nahost schicken

US-Präsident Donald Trump plant die amerikanische Armee im Nahen Osten mit rund 1500 Soldaten aufzustocken. Sie sollen vor allem eine „schützende“ Funktion haben, erklärte Trump am Freitag. Einen Tag zuvor sagte er noch, dass er trotz der Krise mit dem Iran keine Notwendigkeit sehe, weitere Soldaten in den Nahen Osten zu schicken. Es sollen bereits eine Bomberstaffel, ein Flugzeugträgerverband, ein weiteres Kriegsschiff und ein Raketenabwehrsystem verlegt werden.

Streit um Flüchtlingsstatus

  • Deutschland schützt zwei Aktivisten aus Hongkong, China reagiert verärgert

Deutschland erkannte zwei demokratische Aktivisten aus Hongkong erstmals als Flüchtlinge an, was in China allerdings zu diplomatischen Verstimmungen führte. In Peking bat das Außenministerium den deutschen Geschäftsträger zum Gespräch, in Hongkong wurde der Generalkonsul einbestellt – denn die beiden Aktivisten sind angeklagt. Sie sollen vor drei Jahren bei Ausschreitungen mitgemacht und Polizisten angegriffen haben. Die beiden sehen sich hingegen als politisch Verfolgte, weil sie sich für die Unabhängigkeit Hongkongs von China eingesetzt haben.

Gefangenenmeuterei in Venezuela

  • 30 Häftlinge starben, mehrere Polizisten wurden verletzt

Bei Kämpfen in einer Polizeiwache in Venezuela kamen mindestens 30 Gefangene ums Leben. Weitere 26 Menschen wurden bei der Auseinandersetzung in Acarigua im Bundesstaat Portuguesa verletzt, darunter 19 Beamte. Angeblich besaßen Häftlinge Schusswaffen und Granaten. Das teilte die Nichtregierungsorganisation Venezolanische Beobachtungsstelle für die Gefängnisse am Freitag mit. Seit Wochen kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Polizisten und Häftlingen, weil die Gefangen angeblich seit Ostern keinen Besuch mehr empfangen durften und daher auch weniger Lebensmittel erhielten.

FIFA will Korruptionsbegriff wieder einführen

  • Der Fußball-Weltverband hatte den Korruptionsbegriff aus seinem Ethikcode gestrichen

“Korruption” soll weiterhin als Wort im Ethikcode der FIFA auftauchen. Der Fußball-Weltverband hatte den Begriff 2018 gestrichen und dafür massive Kritik bekommen. Beim FIFA-Kongress Anfang Juni soll die Tilgung nun rückgängig gemacht werden. Ein Vorschlag ist es, einen entsprechenden Paragraf wieder in „Bestechung und Korruption“ umzubenennen.

Adam Levine verlässt „The Voice“

  • Acht Jahre lang war Levine Mitglied der Jury

Adam Levine, Frontmann der US-Band Maroon 5, scheidet als Juror aus der amerikanischen TV-Show „The Voice“ aus. Levine soll in der kommenden 17. Staffel im Herbst durch die Sängerin Gwen Stefani ersetzt werden. Zudem sind Kelly Clarkson und John Legend mit an Bord.

Diese Ereignisse werden heute wichtig:

Dritter Tag der Europawahl

Auch heute darf ein Teil der EU-Bürger wählen. Dieses Mal in Lettland, Malta, der Slowakei und noch einmal in Tschechien. In Tschechien waren die Stimmlokale bereits gestern geöffnet, um der niedrigen Wahlbeteiligung entgegenzuwirken. Vor fünf Jahren setzten gerade einmal 18,2 Prozent der Tschechen ihr Kreuz.

Trump auf Besuch in Japan

US-Präsident Donald Trump wird heute als erster Staatsgast vom neuen japanischen Kaiser Naruhitu empfangen. Außerdem wird Trump auf seinem viertägigen Besuch in Japan sich das traditionelle Sumo-Ringen anschauen und eine Trophäe an den Sieger übergeben.

Entscheidung in Klage der Ukraine gegen Russland

Der Internationale Seegerichtshof in Hamburg entscheidet heute über die Kiewer Klage gegen Moskau. Die Ukraine verlangt die Freilassung von 24 Seeleuten. Vor einem halben Jahr beschlagnahmte Russland drei Schiffe der ukrainischen Marine, nachdem diese versucht hatten, die Meerenge vor der Krim zu durchqueren. Seit November sitzen die Männer in Untersuchungshaft, ihnen drohen sechs Jahre Arbeitslager. Das Urteil ist problematisch, weil Moskau das Verfahren in Hamburg boykottiert. Hinter dem Konflikt steckt auch der Streit um die Zugehörigkeit der Gewässer vor der Krim.

Kampf um den DFB-Pokal

Eine Woche ist es her seit der FC Bayern München die 29. deutsche Fußball-Meisterschaft gewann, jetzt will sich der Verein auch den 19. DFB-Pokalsieg holen. Heute Abend spielen sie gegen RB Leibzig. Für die Leibziger ist die Partie dagegen eine Endspiel-Premiere. Es geht für sie um den ersten Titelgewinn zehn Jahre nach der Vereinsgründung.

Gewinner des Tages sind…

...die Grünen. Ersten Prognosen zufolge liegen sie bei der Europawahl in Irland vorne. Das teilte die Rundfunkanstalt RTÉ nach Schließung der Wahllokale mit. In drei Wahlbezirken, darunter Dublin, scheint ihnen ein Abgeordnetensitz bereits sicher. Damit liegen sie vor der liberal-konservative Regierungspartei Fine Gael, denen bisher nur zwei Plätze sicher scheinen, und der konservativen Fianna Fáil, die sich immerhin schon mindestens einen Platz sichern konnte. Insgesamt stellt Irland 11 der 751 Abgeordneten. Nach dem Austritt Großbritanniens soll die Zahl der Plätze um zwei erhöht werden.