Samstag, 30.06.2018: Was Sie heute wissen müssen

Donald Trump soll über einen Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten nachdenken. In Mali fand ein Selbstmordanschlag auf das G5-Hauptquartier statt und Mesut Özil bricht sein Schweigen nach der WM. Hier kommen die wichtigsten Nachrichten des Tages.

Prüft die USA einen Truppenabzug aus Deutschland?

Verfolgt Donald Trump einen neuen Plan? (Bild-Copyright: Jacquelyn Martin/AP)

Das US-Verteidigungsministerium soll über einen Abzug der in Deutschland stationierten US-Soldaten nachdenken, das geht aus einem Bericht der “Washington Post” hervor. Betroffen wären rund 35.000 Militärangehörige. Erwogen wird angeblich unter anderem eine Rückkehr in die USA oder die Verlegung der Truppen nach Polen.

Der Zeitung zufolge stammt die Idee von Donald Trump. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates widersprach aber der Behauptung, er habe eine Analyse zu einem möglichen Truppenabzug in Deutschland angefordert. Auch der Pentagon-Sprecher Eric Pahon dementierte einen geplanten Abzug. “Das Pentagon überprüft regelmäßig die Stationierung und stellt eine Kosten-Nutzen-Rechnung auf”, sagte er in einem Statement. Weiter hieß es, die USA seien Deutschland und der NATO weiterhin verpflichtet.

Mali: Tote nach Selbstmordanschlag auf G5-Hauptquartier

Selbstmordattentäter griffen das G5-Hauptquartier in Mali an. (Bild-Copyright: Baba Ahmed/AP)

Am Freitag kam es im Camp der internationalen G5-Sahel-Eingreiftruppe im westafrikanischen Mali zu einem Selbstmordanschlag. Militärangaben zufolge sprengten sich die Selbstmordattentäter in einem als UN-Fahrzeug getarnten Auto an der Einfahrt zum Hauptquartier in Sévaré in die Luft, danach wurde das Feuer eröffnet. Dabei kamen zwei Soldaten der Anti-Terror-Truppe, ein Zivilist sowie zwei Attentäter ums Leben. Es gibt mehrere Verletzte. Laut Medienberichten bekannte sich die mit der Terrororganisation al-Kaida verbündete Dschihadistenmiliz Unterstützungsgruppe für Islam und Muslime zu der Tat.

WM 2018: Jetzt spricht Mesut Özil

So kommentiert Mesut Özil das WM-Aus. (Bild-Copyright: Michael Zemanek/BPI/REX/Shutterstock)

Nach der WM-Pleite meldet sich jetzt erstmals Mesut Özil zu Wort. Wer jedoch eine Stellungnahme zu seiner Leistung in Russland, zur sogenannten “Erdogan-Affäre” oder zum Zoff mit den Fans nach dem WM-Debakel erwartete, wurde enttäuscht.

Per Twitter ließ der Arsenal-Profi lediglich verlauten:

“Die Weltmeisterschaft bereits nach der Gruppenphase verlassen zu müssen, schmerzt so sehr. Wir waren einfach nicht gut genug. Ich werde einige Zeit brauchen, um darüber hinweg zu kommen.”

Dahinter setzte er noch den Hashtag “SayNoToRacism” (deutsch: Sag Nein zu Rassismus).