Sandra Maischberger macht sich breit

Eric Leimann
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Sandra Maischberger macht sich breit

Das Quotenschlusslicht unter den ARD-Talks experimentiert ab sofort mit neuem Konzept.

Das Quotenschlusslicht unter den ARD-Talks experimentiert ab sofort mit neuem Konzept.

Der Sommer, das ist eine alte Regel im TV-Geschäft, ist die Zeit der Pausen - und der Experimente. Im Schatten der beginnenden Ferienzeit und der Wiederholungen lässt es sich eben leichter neue Dinge ausprobieren. Auch der altgediente ARD-Talk "Maischberger" verfährt nach diesem Konzept. Am heutigen Mittwoch (22.45 Uhr) und eine Woche später will Gastgeberin Sandra Maischberger nicht mehr ein Thema mit ihren Gästen beackern, sondern mehrere "zentrale Themen der Woche" in unterschiedlichen Konstellationen ausbreiten.

Danach verabschiedet sich das Format in die Sommerpause. Ob der Talk danach wieder in alter Form zurückkehrt oder mit "Facelift", ist derzeit noch unklar. Zum Auftakt der beiden Experimentierwochen begrüßt die 52-jährige Maischberger den früheren SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück, den CDU-Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Reul, die Neuköllner Sozialarbeiterin Söngül Cetinkaya, die Journalistin Bettina Gaus, Fernsehmoderator Micky Beisenherz und den Publizisten Gabor Steingart. Im neuen Konzept darf dieses Aufgebot per Einzelgespräch, Gäste-Duell, mit einer Kommentatoren-Runde oder im Dialog mit Zuschauern befragt werden.

1,1 Millionen Zuschauern und weniger als 8,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum erreichte "Maischberger" zuletzt im Schnitt und bildet damit das Schlusslicht aller ARD-Talks. Ab Herbst soll zudem auch dienstags im Ersten geredet werden. Die ARD plant, im Wechsel unterschiedliche Formate aus den Dritten Programmen vorm "großen" Publikum zu testen.