Sankt Petersburg: Mehrere Männer festgenommen

In Sankt Petersburg hat die Polizei mindestens sieben Männer aus Zentralasien festgenommen, die verdächtigt werden, für islamistische Gruppen Anhänger anzuwerben. Ob sie mit dem Bombenanschlag in der U-Bahn in Verbindung stehen, war zunächst nicht bekannt. Ein 22-jähriger Kirgise, Akbarschon Dschalilow, wurde als mutmaßlicher Attentäter identifiziert. Er kam bei dem Anschlag selbst ums Leben. Seine Wohnung wurde durchsucht.

Eine Nachbarin sagt: “Er war ein ruhiger Nachbar. Er war ja erst vor kurzem eingezogen. Er war immer höflich im Gang. Er grüßte immer. Wir sahen ihn kaum. Er machte nie Lärm.”

Bei dem Anschlag in der U-Bahn der Millionenstadt am Montag waren 14 Menschen getötet – darunter Dschalilow – und etwa 50 verletzt worden. Sechs befänden sich noch in einem kritischen Zustand, teilte die Stadtverwaltung mit.

In den Kirchen Russlands wurde für die Opfer gebetet.

Auf der Twitter-Seite des Sprechers der deutschen Regierung, Steffen Seibert, häuften sich unterdessen wie auch anderswo in den sozialen Netzwerken Anfragen und scharfe Kritik darüber, dass das Brandenburger Tor in Berlin nicht in den Farben der russischen Flagge angestrahlt wurde.

WO BLEIBT AM BRANDENBURGER TOR DIE RUSSICHE FLAGGE ???RegSprecher cducsubt spdbt pic.twitter.com/WT6ZEAL68I— Pino Mocciaro (PinoMocciaro) 3 avril 2017

Lieber RegSprecher, lassen Sie die Regierung über ihren Schatten springen und das Brandenburger Tor in den russischen Farnen anstrahlen.— huegelkind (huegelkind_de) 3 avril 2017

Spürt man bei sowas in Berlin keine Scham, Herr RegSprecher? Herr peteraltmaier? Irgendwer? https://t.co/3vhlUR2GrI— Varg I Veum (@Varg_I_Veum) 3 avril 2017

Im Netz zeigt sich das Brandenburger Tor aber durchaus in den russischen Farben, so auch auf der Seite der Polizeigewerkschaft in Berlin:

Traurige Nachricht aus #StPetersburg , unsere Gedanken sind bei den Opfern & deren Angehörigen. Den Einsatzkräften wünschen wir viel Kraft! pic.twitter.com/Y9FZVFn7PG— DPolG Berlin (@DPolGBerlin) 3 avril 2017

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